Rapidshare gegen Gema

Posted by admin under Internet, Wirtschaft

Rapidshare, einer der größten sogenannten Filehoster musste heute vor Gericht eine Niederlage einstecken. Die Gema, welche die Belange von mehr als 60000 Mitgliedern und mehr als eine Millionen Rechteinhabern in aller Welt in Bezug auf das Urheberrecht umsetzt hat vor Gericht ein Urteil zu ihren Gunsten erlangen können.
Das Gericht urteilte, dass Rapidshare für die Urheberrechtsverletzungen der Nutzer des Dienstes verantwortlich sei und Sorge dafür zu tragen habe, dass diese im Vorfeld unterbunden werden könnten.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA kommentierte das Urteil folgendermaßen: “Das Gericht bestätigt mit seiner Entscheidung, dass es nicht Aufgabe der Rechteinhaber sein kann, auf eigene Kosten fortgesetzt Dienste zu kontrollieren, die mit der illegalen Nutzung ihrer Werke wirtschaftlichen Profit erzielen. Von dieser Entscheidung geht zudem eine bedeutende Signalwirkung an alle Dienste aus, die die einzelnen Nutzer dafür einspannen, ein umfassendes illegales Angebot zu schaffen um am Ende mit diesem Angebot für sich Einnahmen zu generieren”.

Rapidshare gab umgehend bekannt gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. Das momentane Urteil würde drastische Auswirkungen auf jede Firma in Deutschland und anderen Ländern haben die freien Festplattenplatz anbieten würden. Es ist außerdem so gut wie unmöglich eine technische Lösung zu finden die die Urheberrechtsverletzungen im Vorfeld ausfindig machen würde. Woher weiß zum Beispiel diese Überprüfung ob es sich bei der hochgeladenen Musik um eine Privatkopie oder eine urheberrechtlich bedenkliche Kopie handelt ?

Meiner Ansicht nach ist es absolut unverständlich das ein Gericht den Forderungen der GEMA nachgegeben hat. Rapidshare reagiert normalerweise recht zügig auf gemeldete Verstöße gegen das Urheberrecht und löscht die Dateien nach Bekanntwerden. Weiter gedacht würde das Urteil bedeuten, dass auch Firmen die Webseiten mit Webspace anbieten, wie etwa Strato oder Host Europe, verantwortlich für die Inhalte der Nutzer wären. Und damit wäre das Ende des Internets in seiner jetzigen Form eingeläutet.

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