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Wie Logistep Tauschbörsen durchsucht
Posted by admin under Internet, P2P, Ratschlag, Wirtschaft
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr das Firmen wie Logistep Tauschbörsen scannen und dort auf der Suche nach Benutzern sind die Softwareprodukte von Klienten tauschen. Ein Klient ist zum Beispiel die deutsche Firma Zuxxez die kürzlich 500 Britische Tauschbörsenbenutzer verklagt hat weil sie angeblich das Spiel Dream Pinball 3D angeboten haben. Die Seite Torrentfreak hat eines dieser Schreiben in die Hände bekommen und analysiert. In diesem Schreiben steht relativ ausführlich wie Logistep herausgefunden hat, dass der angeschriebene Benutzer die Daten verbreitet hat.
Logistep nennt die Software selber File Sharing Monitor die E-Donkey und Gnutella Benutzer im Visier hat. Hier ist die Erklärung wie das Ganze funktioniert:
- Die Software verbindet sich mit einem P2P Server und sucht nach einem Dateinamen. Alle gefundenen IP Adressen werden dabei protokolliert
- Dann wird der Versuch unternommen die Datei herunterzuladen und falls dieser Versuch gelingt, d.h. einige Packete übertragen werden, werden folgende Daten in eine Datenbank geschrieben.
- Der Dateiname sowie die Größe der Datei, die IP des Benutzers, das P2P Protokoll welches verwendet worden ist, den Namen der P2P Anwendung, die Uhrzeit und der Benutzername des Nutzers
- Danach überprüft die Software automatisch woher der entsprechende Nutzer kommt indem ein ganz normaler whois ausgeführt wird. Da man dabei auch die ISP des Nutzers herausfindet wird kann zudem ein automatischer Brief ausgedruckt werden der an die ISP gerichtet ist.
Ich finde es sehr interessant, dass es sich hierbei um einen automatisierten Prozess handelt der einige Fragen aufwirft. Woher wissen die Ermittler welches Archiv das richtige ist ? Meist gibt es ja Archive mit unterschiedlichen Größen, manche sind überhaupt nicht ausführbar. Müssten sie nicht zumindest einmal einen kompletten Download durchführen um sicher zu sein, dass hier überhaupt eine funktionierende Version getauscht wird ? Was ist mit Demos des Spiels ?
Nimmt man jetzt an, dass sie Filter benutzen um Dateien unter einer bestimmten Größe auszublenden und das sie zudem wissen wie man Releases aus der Szene erkennen kann. Heißt das nun automatisch dass sie auch die IP dem richtigen Nutzer zuordnen ? Sie verklagen natürlich immer den Anschlußinhaber, selbst wenn es mehrere Benutzer gibt die sich eine Leitung teilen. In Deutschland mag man mit dieser Praxis sogar durchkommen, in anderen Ländern aber nicht.
Was für Möglichkeiten hat man nun diesen automatischen Prozess zu verhinden ? Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass alles folgende rein hypothetisch ist.
- Keine Dateien anbieten
- Nur Dateien mit nicht identifizierbaren Dateinamen tauschen (3dpd)
- Verschlüsselung benutzen
- VPNs wie RElakks verwenden um die eigene IP auszublenden
- auf das Usenet ausweichen
- das Spiel kaufen
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