Firefox 147 steht jetzt zum Download bereit

Firefox 147 steht jetzt zum Download bereit

Mozilla hat Mozilla Firefox 147 veröffentlicht und das Update bereits vor der offiziellen Ankündigung am 13. Januar 2026 freigegeben. Der Fokus liegt auf Verbesserungen beim Rendering unter Linux, Änderungen an der Medienwiedergabe sowie einer Reihe plattformspezifischer Anpassungen in den Bereichen Leistung, Datenschutz und Kompatibilität.

Firefox neue Änderungen

Linux Nutzer mit GNOME und Mutter profitieren von einer der sichtbarsten Änderungen. Firefox 147 passt Fenster und Renderingflächen nun exakt an das vom Compositor genutzte Pixelraster an. Bei fractional Skalierung wie 125 Prozent oder 150 Prozent verschwindet dadurch eine leichte Unschärfe. Die Verbesserung greift unabhängig von der Fenstergröße und erfordert keine manuelle Konfiguration.

Eine weitere Linux bezogene Änderung betrifft die Unterstützung der Freedesktop.org XDG Base Directory Specification. Firefox hält sich nun stärker an standardisierte Verzeichnisstrukturen, was Speicherorte bestimmter Daten und Konfigurationsdateien beeinflusst. Nutzer mit eigenen Skripten oder Backups sollten diese nach dem Update prüfen.

Auch die Medienwiedergabe wurde überarbeitet. Firefox 147 aktiviert Zero Copy Hardware Decoding für Videos auf AMD Grafikkarten. Durch den Wegfall unnötiger Speichertransfers sinkt die CPU Last und die Leistung verbessert sich, insbesondere bei hochauflösenden Streams.

Der Schutz vor Phishing und Malware wurde ebenfalls aktualisiert. Firefox unterstützt nun das Safe Browsing V5 Protokoll und ersetzt damit ältere Varianten zur Verarbeitung von Bedrohungsdaten. Die Umstellung erfolgt im Hintergrund und verändert keine sichtbaren Einstellungen, modernisiert jedoch die Erkennung schädlicher Webseiten.

Auf Macs mit Apple Silicon ist WebGPU nun standardmäßig aktiviert. Dadurch können Webseiten und Web Anwendungen auf erweiterte GPU Funktionen für Rendering und Rechenaufgaben zugreifen, ohne experimentelle Optionen nutzen zu müssen. Die Funktion steht nur auf kompatibler Hardware und unterstützten Inhalten zur Verfügung.

Die Ladezeiten von Webseiten können sich auf unterstützten Seiten verbessern, da Firefox nun Compression Dictionaries gemäß IETF RFC 9842 unterstützt. Gemeinsame Wörterbücher lassen sich dabei mehrfach verwenden, was die übertragene Datenmenge reduziert. Der Effekt ist vor allem bei langsamen oder bandbreitenbeschränkten Verbindungen spürbar.

Auch das Verhalten von Picture in Picture ändert sich. Wird ein Tab mit laufendem Video in den Hintergrund verschoben, öffnet Firefox nun automatisch ein separates Wiedergabefenster. Zuvor war diese Funktion nur über Firefox Labs verfügbar. Nutzer, die dies nicht wünschen, können das Verhalten in den Einstellungen anpassen.

Die Struktur der Einstellungen wurde leicht angepasst. Optionen zu Tabs sind nun in die Bereiche Öffnen, Interaktion und Schließen gegliedert. An der Funktionalität ändert sich nichts, verwandte Optionen lassen sich jedoch leichter finden.

Das Profilmanagement wird in Firefox 147 zugänglicher. Unter den allgemeinen Einstellungen erscheint ein neuer Abschnitt Profile, über den sich getrennte Profile für unterschiedliche Einsatzzwecke anlegen und verwalten lassen. Jedes Profil besitzt eigene Lesezeichen, Passwörter und Browserdaten.

Da eine experimentelle Funktion den Sprung in die stabile Version geschafft hat, erhält Firefox Labs einen Ersatz. Das neue Experiment Listen und Timer auf der Firefox Startseite ergänzt einfache Produktivitätsfunktionen wie Erinnerungen und Timer. Die Funktion ist optional und standardmäßig deaktiviert.

Zahlreiche kleinere Fehlerbehebungen sind ebenfalls enthalten. Firefox 147 behebt ein Problem mit HTTP 3 Anfragen und nicht UTF 8 Headern, korrigiert das Verhalten ziehbarer Schaltflächen und erweitert die Unterstützung von Accept Language Qualitätswerten.

Änderungen betreffen auch den Datenschutz bei aktivem strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung. Der Zugriff öffentlicher Webseiten auf lokale Netzwerkressourcen ist nun standardmäßig eingeschränkt und erfordert eine explizite Freigabe. Dies kann den Zugriff auf lokale Geräte oder selbst gehostete Dienste beeinflussen.

Unter Android ist Site Isolation nun standardmäßig aktiviert und gleicht den Schutz vor bestimmten Seitenkanalangriffen an die Desktop Version an. Unter Windows verbessert Firefox 147 die Kompatibilität mit einigen Monitoren, die zuvor Probleme bei der Tab Auswahl verursacht haben.

Auch die Entwicklerwerkzeuge wurden erweitert. View Transitions zeigen zugehörige Pseudoelemente und Animationen klarer an, der JSON Viewer kann Ressourcen direkt an den Firefox Profiler senden und die CSS Werkzeuge verbessern die Unterstützung für Pseudoelemente, Ankerpositionierung und Position Try Fallbacks. Zudem erweitert Firefox 147 die Unterstützung moderner Web Standards, darunter neue CSS Funktionen, die Navigation API, Module Service Worker, Unicode 17 und zusätzliche Sprachen.

Mozilla plant die offizielle Ankündigung von Firefox 147 zusammen mit neuen ESR Versionen am 13. Januar 2026. Installationspakete sind bereits verfügbar. Nutzer, die von den Linux Rendering Änderungen oder den neuen Datenschutzvorgaben betroffen sind, sollten ihre Einstellungen nach dem Update prüfen.