Mozilla hat in der aktuellen Desktop-Version von Firefox ein neues Menü zur Kontrolle von KI-Funktionen eingeführt. Nutzer können dort sämtliche KI-Erweiterungen komplett abschalten oder gezielt einzeln verwalten. Die Einstellungen gelten auch für künftig hinzukommende KI-Features. Mozilla betont damit einen Ansatz, bei dem Anwender selbst entscheiden, ob und wie KI im Browser aktiv ist.
Firefox erhält zentrale Steuerung für KI-Funktionen
Mit der neuen Version von Firefox steht erstmals ein eigener Einstellungsbereich für KI-basierte Funktionen zur Verfügung. In diesem Abschnitt lassen sich bestehende und zukünftige KI-Features über eine zentrale Option blockieren oder individuell konfigurieren. Laut Mozilla soll diese Bündelung mehr Übersicht schaffen und die Kontrolle über neue Technologien vereinfachen.
Der Bereich ist direkt in den Desktop-Einstellungen des Browsers integriert und ohne zusätzliche Erweiterungen nutzbar.
Welche KI-Funktionen in Firefox verwaltet werden können
Mozilla weist darauf hin, dass klassische maschinelle Lernverfahren schon lange Bestandteil moderner Browser sind. Das neue Menü betrifft jedoch ausschließlich neuere KI-gestützte Funktionen. Aktuell lassen sich unter anderem folgende Bereiche steuern:
- Übersetzung von Webseiteninhalten
- Automatische Alternativtexte für Bilder in PDF-Dateien
- KI-gestützte Tab-Gruppierung
- Vorschauen für Links
- KI-Chatbot in der Seitenleiste
Jede dieser Funktionen kann unabhängig von anderen aktiviert oder deaktiviert werden.
Alle KI-Erweiterungen in Firefox komplett deaktivieren
Nutzer, die keine KI-Unterstützung im Browser wünschen, können sämtliche entsprechenden Funktionen mit einer einzigen Einstellung ausschalten. Diese Option blockiert laut Mozilla sowohl aktuell vorhandene als auch künftig integrierte KI-Features.
Die Deaktivierung erfolgt über die Firefox-Einstellungen im Abschnitt KI-Steuerung. Nach Aktivierung der globalen Sperre werden KI-Funktionen im Browser nicht mehr angezeigt oder ausgeführt.
Einzelne KI-Funktionen gezielt konfigurieren
Alternativ lassen sich KI-Elemente einzeln steuern. Für jede Funktion stehen drei Zustände zur Auswahl: verfügbar, aktiviert oder blockiert. Dadurch können Anwender bestimmte KI-Werkzeuge nutzen, während andere abgeschaltet bleiben.
Mozilla beschreibt die Zustände wie folgt: Verfügbar bedeutet sichtbar und nutzbar bei Bedarf. Aktiviert zeigt an, dass der Nutzer die Funktion bewusst eingeschaltet hat. Blockiert blendet die Funktion vollständig aus und verhindert ihre Nutzung. Änderungen können jederzeit rückgängig gemacht werden.
Mozilla setzt auf Nutzerkontrolle statt automatischer Aktivierung
Mit dem neuen Einstellungsbereich reagiert Mozilla nach eigenen Angaben auf wachsende KI-Integration in Software und auf Kritik von Nutzern, die unerwartet aktivierte Funktionen ablehnen. Durch die zentrale Verwaltung soll gewährleistet werden, dass KI im Browser optional bleibt und nicht automatisch eingeschaltet wird.
Der Ansatz unterscheidet sich von anderen Browsern, bei denen neue KI-Features häufig standardmäßig aktiv sind und nur eingeschränkt konfiguriert werden können.
Funktion seit Februar 2026 in Firefox Desktop verfügbar
Das KI-Steuerungsmenü steht seit dem 24. Februar 2026 in der aktuellen Desktop-Version von Firefox bereit. Ob vergleichbare Einstellungen auch in mobilen Versionen erscheinen, hat Mozilla bisher nicht angekündigt. Weitere Informationen und Hinweise zur Konfiguration stellt das Unternehmen über seine Support-Dokumentation bereit.