Mozilla hat die Unterstützung von Firefox auf mehreren veralteten Betriebssystemen noch einmal verlängert. Firefox 115 ESR erhält auf Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 sowie auf macOS 10.12, macOS 10.13 und macOS 10.14 nun Sicherheitsupdates bis zum Ende des August 2026. Zuvor war kommuniziert worden, dass im Februar 2026 Schluss sein sollte. Mozilla spricht jetzt ausdrücklich von einer Verlängerung um weitere sechs Monate und will die Lage danach erneut bewerten.
Was die Verlängerung für Nutzer praktisch bedeutet
Wichtig ist vor allem die Einordnung: Es geht nicht um die normale Firefox-Hauptlinie, sondern weiter um den alten ESR-Zweig 115. Wer noch auf einem dieser Systeme arbeitet, bleibt also auf Firefox 115 ESR und bekommt dort weiter Sicherheitsupdates, aber keine moderne Firefox-Entwicklung auf aktuellem Stand. Mozilla macht in den Hilfeseiten zugleich klar, dass Nutzer nach dem Ende dieser Frist auf ein neueres Betriebssystem wechseln sollten, um wieder reguläre Firefox-Sicherheits- und Funktionsupdates zu erhalten.
Für Mozilla ist das ein weiterer Aufschub für Plattformen, die eigentlich schon deutlich früher aus dem regulären Support fallen sollten. Gerade bei Windows 7 und Windows 8.1 ist das bemerkenswert, weil andere große Browser dort seit längerem nicht mehr voll mitziehen. Firefox bleibt damit für viele ältere Rechner vorerst die pragmatischste aktuelle Browserlösung, auch wenn der Spielraum sichtbar kleiner wird. Die Verlängerung ist deshalb weniger ein Neustart als eine letzte Schonfrist für Nutzer, die aus Hardware-, Unternehmens- oder Kompatibilitätsgründen noch nicht gewechselt haben.
Für die Firefox Strategie insgesamt ist das eine eher ungewöhnliche, aber nachvollziehbare Entscheidung. Mozilla verlängert nicht den gesamten Produktpfad, sondern hält nur einen alten ESR-Zweig künstlich länger am Leben. Das schützt Bestandsnutzer kurzfristig, ändert aber nichts an der eigentlichen Richtung: Wer auf alten Betriebssystemen bleibt, hängt mittelfristig an einem auslaufenden Ast. Genau deshalb ist die Nachricht zwar positiv für Nutzer alter Systeme, aber gleichzeitig auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass 2026 für diese Geräte endgültig zur Übergangsphase wird.