Perplexity bringt Comet als KI-Browser auf das iPhone

Perplexity hat seinen KI-Browser Comet jetzt für das iPhone veröffentlicht. Die App ist im App Store live, kostenlos downloadbar und kommt mit In-App-Käufen. Nach dem Desktop-Start und dem Android-Release ist iOS damit die nächste große Plattform für Comet. Der Fokus liegt nicht auf klassischer Browser-Technik, sondern klar auf der eingebauten KI: Comet soll Webseiten erklären, Inhalte zusammenfassen, Fragen zu offenen Tabs beantworten und Aufgaben direkt im Browser anstoßen.

Comet auf dem iPhone

Im App Store beschreibt Perplexity Comet als „AI Browser & Assistant“. Die App ist für Nutzer ab 18 Jahren freigegeben und führt Comet ausdrücklich als Browser und KI-Assistenten in einem. Die Kernidee ist einfach: Nutzer sollen nicht nur Seiten öffnen, sondern die Inhalte direkt von der KI verarbeiten lassen. Perplexity nennt dafür vier typische Aufgaben: zusammenfassen, recherchieren, planen und einkaufen.

Der iPhone-Start kommt etwas später als zunächst erwartet. Die iOS-Version war ursprünglich für den 11. März vorgesehen und ging dann am 18. März live. Damit zieht Perplexity den mobilen Ausbau seines Browsers weiter durch. Vor dem iPhone war Comet bereits auf Mac, Windows und Android verfügbar.

Auf dem iPhone wirkt Comet deshalb weniger wie ein neuer Safari- oder Chrome-Klon und mehr wie eine KI-Oberfläche mit Browser-Funktion. Die App verbindet Suche, Chat und Assistenz direkt mit dem offenen Web. Statt nur Suchergebnisse anzuzeigen, will Comet aus einer geöffneten Seite sofort nutzbare Antworten machen.

Assistent, Voice Mode und Sync

Die wichtigste Funktion ist der eingebaute Comet Assistant. Er arbeitet direkt neben offenen Webseiten und kennt den Kontext des aktiven Tabs. Nutzer können also Fragen zu einem gerade geöffneten Artikel, Shop oder Profil stellen, ohne die Seite zu verlassen. Dazu kommt ein integrierter Voice Mode, der Fragen per Spracheingabe annimmt und Antworten sofort zurückgibt.

Comet bringt außerdem Deep Research auf das iPhone. Diese Funktion bündelt Informationen aus mehreren Webquellen und liefert daraus verdichtete Antworten. Laut Berichten kann der Assistent darüber hinaus auch mehrstufige Aufgaben vorbereiten oder anstoßen, etwa E-Mails zusammenfassen, Produkte vergleichen oder Informationen für Meetings sammeln. Genau dort versucht Perplexity, sich von normalen Browsern zu lösen. Comet soll nicht nur Seiten anzeigen, sondern Arbeitsschritte rund um diese Seiten übernehmen.

Wichtig ist auch die Geräteverbindung. Comet synchronisiert Rechercheverläufe und Browserverlauf zwischen iPhone und Desktop. So können Nutzer eine Suche oder einen Arbeitslauf auf dem Rechner beginnen und später auf dem iPhone fortsetzen. Erste Hands-on-Berichte loben diese Richtung, weisen aber auch darauf hin, dass die Synchronisierung noch nicht ganz so reibungslos wirkt wie bei etablierten Browsern.

Für Perplexity ist der iPhone-Start strategisch wichtig. Der Browsermarkt auf Mobilgeräten ist stark von Safari und Chrome geprägt. Comet versucht deshalb nicht, über Rendering oder klassische Browser-Features zu gewinnen. Perplexity setzt auf KI-Assistenz direkt im Surf-Alltag. Das iPhone wird damit zum nächsten Testfeld für die größere Frage, ob Nutzer ihren Browser künftig eher als Werkzeug für Seiten oder als persönlichen Assistenten für Aufgaben sehen.