Google rollt die Sprachübersetzung in Google Meet jetzt auf die Android und iOS Apps aus. Der mobile Start folgt auf die allgemeine Freigabe der Web Version für Unternehmen, die Google ab 27. Januar 2026 geöffnet hat. Für Rapid Release Domains begann der Rollout am 8. April 2026. Scheduled Release Domains folgen ab 23. April 2026. Meet übersetzt dabei gesprochene Sprache nahezu in Echtzeit und spielt sie als Audio in der gewünschten Sprache ab. Google positioniert die Funktion damit klar als nächste Ausbaustufe nach den bereits länger verfügbaren übersetzten Untertiteln.
Was der mobile Rollout in Google Meet jetzt freischaltet
Google nennt für die mobile Einführung zunächst eine feste Sprachgruppe. Unterstützt werden bidirektionale Übersetzungen zwischen Englisch und Spanisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch sowie Italienisch. In einem Meeting kann derzeit nur ein Sprachpaar gleichzeitig aktiv sein. Ein Teil der Teilnehmer kann also nicht parallel Spanisch hören, während ein anderer Teil dieselbe Sitzung auf Französisch übersetzen lässt. Für Besprechungsräume bleibt die Funktion ebenfalls eingeschränkt. Nutzer auf dedizierter Meet Hardware können die übersetzten Stimmen hören, ihre eigene Sprache wird für den Raum aber nicht übersetzt. Google kündigt zugleich weitere Verbesserungen an der Oberfläche sowie an Genauigkeit und Nuancen der Übersetzung an.
Beim Zugang bleibt die Funktion vorerst klar begrenzt. Google nennt für den mobilen Rollout Workspace Business Standard und Plus, Enterprise Standard und Plus, Frontline Plus, Google AI Pro, Google AI Ultra, AI Ultra Access und Google AI Pro for Education. Für Unternehmen ist die Funktion standardmäßig aktiviert und kann auf Ebene von Organisationseinheiten in der Admin Konsole ein oder ausgeschaltet werden. Google hatte bereits zur Web Freigabe erklärt, dass Geschäftskunden zunächst für mindestens 60 Tage erhöhte Nutzungslimits erhalten. Danach sollen nutzerbezogene Limits greifen. Details dazu will das Unternehmen separat nachreichen.
Warum Google Meet die Funktion jetzt auch auf Mobilgeräte bringt
Die mobile Einführung ist der nächste Schritt in einer längeren Entwicklung. Google hatte 2022 zunächst übersetzte Untertitel in Meet breiter verfügbar gemacht. Diese Funktion übersetzt gesprochene Inhalte als Text. Die neue Sprachübersetzung geht deutlich weiter. Google beschreibt sie als Audio Übersetzung, die den Tonfall und die Sprechweise des Sprechers nachbildet, damit Gespräche natürlicher wirken und Teilnehmer nicht permanent Untertitel lesen müssen. Für Verbraucher startete die Funktion im Mai 2025 zunächst als Beta für Google AI Pro und Ultra. Im Februar 2026 folgte dann die allgemeine Freigabe für Unternehmen im Web. Der Schritt auf Android und iOS schließt jetzt die größte Lücke im bisherigen Rollout.
Google begründet die Technik hinter der Funktion mit Fortschritten bei der Echtzeit Audio Übersetzung. Das Unternehmen verweist auf Forschung zur direkten Umwandlung von Sprache in übersetzte Sprache und beschreibt das Ergebnis als niedrige Latenz bei erhaltener Stimmcharakteristik. In der Hilfe nennt Google zusätzlich mehrere praktische Grenzen. Übersetzungen werden mit einer Verzögerung von einigen Sekunden ausgegeben. Die Funktion steht nicht in Livestreams oder Aufzeichnungen zur Verfügung. Google erklärt außerdem, dass kein Audio gespeichert wird und dass Modelle nicht mit der Stimme der Nutzer trainiert werden. Für Meet ist das relevant, weil die Funktion damit nicht nur eine weitere KI Ergänzung bleibt, sondern direkt in einen Kernbereich von Google Workspace eingreift: internationale Besprechungen auf dem Smartphone ohne zusätzliche Apps oder externe Dolmetsch Tools.