Anthropic hat am 17. April 2026 Claude Design gestartet. Das neue Produkt aus Anthropic Labs erstellt per Texteingabe Designs, Prototypen, Slides und One-Pager. Anthropic setzt dafür auf Claude Opus 4.7 und rollt die Funktion als Research Preview für Pro, Max, Team und Enterprise aus. Der Start läuft schrittweise. Enterprise-Organisationen bekommen Claude Design nicht automatisch, sondern müssen die Funktion erst in den Organisationseinstellungen freischalten.
Was Claude Design jetzt in Claude freischaltet
Anthropic beschreibt Claude Design als Arbeitsfläche mit Chat links und Canvas rechts. Nutzer beschreiben im Chat, was sie bauen wollen. Claude erzeugt daraus eine erste Version auf dem Canvas. Danach lässt sich das Ergebnis per Follow-up, Inline-Kommentar, direkter Bearbeitung oder über von Claude erzeugte Regler weiter verfeinern. Anthropic nennt als typische Einsatzfelder realistische Prototypen, Produkt-Wireframes, Mockups, Pitch Decks, Präsentationen und Marketing-Materialien. Außerdem kann Claude Design auch interaktive Prototypen und codebasierte Entwürfe für komplexere Oberflächen erzeugen.
Für den Export ist Claude Design bereits ungewöhnlich breit aufgestellt. Projekte lassen sich als ZIP, PDF oder PPTX ausgeben. Dazu kommen Canva, Standalone-HTML und die Übergabe an Claude Code, entweder lokal oder über Claude Code Web. Innerhalb einer Organisation können Projekte außerdem per Link mit View, Comment oder Edit geteilt werden. Damit zielt Anthropic nicht nur auf einzelne Bilder oder schnelle Mockups, sondern auf komplette Übergaben in Design-, Präsentations- und Entwicklungsworkflows.
Wie Anthropic Design-Systeme und Limits organisiert
Ein zentraler Teil von Claude Design ist das Design-System. Anthropic erklärt, dass Claude aus Codebasen, Slide Decks, Dokumenten, Screenshots, Logos, Farbpaletten und Typografie-Vorgaben wiederverwendbare Komponenten, Farben, Layoutmuster und Schriften extrahieren kann. Nach dem Setup übernehmen neue Projekte diese Vorgaben automatisch. Für Team- und Enterprise-Konten gilt das organisationsweit. So sollen Ausgaben von Anfang an näher an der bestehenden Marke und am vorhandenen Produktstil liegen.
Anthropic trennt Claude Design auch bei der Nutzung sauber vom restlichen Produkt. Die Funktion hat laut Help Center eine eigene Abrechnung, eigene Limits und eigene wöchentliche Nutzungskontingente, die zusätzlich zu den normalen Chat- und Claude-Code-Limits laufen. Bei nutzungsbasierten Enterprise-Verträgen gibt es zum Start einen einmaligen Credit pro Nutzer für ungefähr 20 typische Prompts. Dieser Credit läuft am 17. Juli 2026 ab. Anthropic weist zugleich darauf hin, dass Claude Design in der aktuellen Labs-Phase noch keine Audit Logs und kein vollständiges Usage Tracking unterstützt. Das unterstreicht, dass Claude Design zwar schon produktiv nutzbar ist, aber noch klar als Vorschau geführt wird.