Mozilla hat Firefox 151.0 für den Release-Kanal veröffentlicht. Das Update erschien am 19. Mai 2026 und bringt mehrere sichtbare Änderungen für Desktop-Nutzer. Im Mittelpunkt stehen ein überarbeitetes Firefox Home, ein schneller Reset für private Sitzungen, besserer Schutz vor Fingerprinting, neue PDF-Funktionen und mehrere Sicherheitskorrekturen.
Mozilla beschreibt Firefox 151 in den offiziellen Release Notes als Funktionsupdate mit Datenschutzschwerpunkt. Für Firefox-Nutzer ist vor allem der ausgebaute Schutz in der Standard-Einstellung der Enhanced Tracking Protection relevant. Webseiten erhalten weniger Geräte- und Browserinformationen. Mozilla nennt eine durchschnittliche Reduktion eindeutig identifizierbarer Nutzer um rund 14 Prozent. Auf macOS nennt Mozilla rund 49 Prozent.
Das Update ist auch wegen der Sicherheitskorrekturen wichtig. Mozilla stuft das Security Advisory zu Firefox 151 insgesamt als hoch ein. Mehrere Schwachstellen betreffen Speicherfehler, Sandbox-Probleme, Same-Origin-Policy-Umgehungen, Privilegienausweitungen, WebRTC, WebExtensions, WebGPU und Komponenten von Firefox für Android. Nutzer sollten Firefox 151 deshalb zeitnah installieren.
| Bereich | Neuerung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Datenschutz | stärkerer Fingerprinting Schutz | weniger Wiedererkennung über Geräte und Browserdaten |
| Privater Modus | Sitzung per Flammen Button löschen | schneller Neustart privater Sitzungen ohne Fensterwechsel |
| PDF Viewer | mehrere PDFs zusammenführen | einfache Dokumentaufgaben direkt im Browser |
| Firefox VPN | Browsing Standort auswählen | mehr Kontrolle über sichtbaren Online Standort |
| Linux Backups | lokale Profil Backups verfügbar | leichtere Migration und Wiederherstellung |
| Sicherheit | Sicherheitslücken in Firefox 151 behoben | Update schützt vor bekannten Schwachstellen |
Mozilla baut Datenschutz und private Sitzungen in Firefox 151 aus
Firefox 151 erweitert den Schutz vor Fingerprinting in der Standard-Konfiguration der Enhanced Tracking Protection. Das ist ein wichtiger Schritt, weil viele Nutzer keine strikten Datenschutzprofile aktivieren. Fingerprinting nutzt Merkmale wie Bildschirmauflösung, Betriebssystem, Browserdetails, Schriftinformationen oder Geräteverhalten. Webseiten können daraus ein wiedererkennbares Profil ableiten.
Mozilla begrenzt in Firefox 151 die sichtbaren Informationen über Gerät und Browser stärker. Der Schutz gilt nicht nur im strikten Modus. Er erreicht damit deutlich mehr Nutzer. Gerade macOS profitiert laut Mozilla stärker, weil Browser- und Geräteinformationen auf Apple-Systemen bisher häufiger eindeutige Profile ermöglichten.
Neu ist auch der End Private Session-Button im privaten Modus. Das Symbol erscheint als Flammen-Schaltfläche rechts neben der Adressleiste. Firefox fragt vor dem Löschen nach einer Bestätigung. Danach entfernt der Browser Daten aus der aktuellen privaten Sitzung und öffnet direkt eine frische private Sitzung. Nutzer müssen das gesamte private Fenster nicht mehr schließen.
Der neue Ablauf ist besonders praktisch bei gemeinsam genutzten Rechnern, temporären Logins, Reiseplanung, Geschenkbestellungen oder sensibler Recherche. Firefox löscht dabei private Sitzungsdaten wie Cookies, Verlauf, Logins und andere temporäre Informationen aus dem privaten Fenster. Der Browser startet anschließend sofort mit einer neuen privaten Sitzung.
Mozilla rollt außerdem neue Einschränkungen für lokalen Netzwerkzugriff breiter aus. Webseiten müssen künftig um Erlaubnis bitten, bevor sie auf Geräte im lokalen Netzwerk oder Dienste auf dem eigenen Gerät zugreifen. Dazu zählen Router, Drucker, Dateiserver, Smart-TVs, Mediaserver und IoT-Geräte. Diese Funktion war zuvor enger an strikte Tracking-Schutz-Einstellungen gebunden und erreicht mit Firefox 151 mehr Nutzer.
Firefox 151 bringt PDF-Zusammenführung, VPN-Ortswahl und neue Web-Funktionen
Eine der praktischsten Neuerungen betrifft den integrierten PDF-Viewer. Nutzer können mehrere PDF-Dateien direkt in Firefox zusammenführen. Damit wird der Browser für einfache Dokumentaufgaben nützlicher. Separate Online-Dienste oder Zusatzprogramme sind für einfache PDF-Zusammenführungen nicht mehr zwingend nötig.
Firefox Home erhält ebenfalls ein neues Design. Mozilla nennt das neue Layout als Grundlage für kommende Funktionen zwischen Firefox 151 und Firefox 152. Dazu gehören neue Widgets, Verbesserungen bei Kurzbefehlen und neue Hintergrundbilder. Nutzer erreichen die Anpassungen über das Stift-Symbol unten rechts auf der neuen Tab-Seite.
Die Übersetzungsseite about:translations ist nun über den Bereich More Tools im Anwendungsmenü erreichbar. Linux-Nutzer bekommen lokale Firefox-Profil-Backups. Diese Funktion war bisher auf Windows verfügbar. Mozilla erlaubt außerdem Wiederherstellungen über Plattformgrenzen hinweg. Das hilft bei Gerätewechseln, Systemmigrationen und Neuinstallationen.
Auf macOS korrigiert Firefox 151 mehrere Details. URLs aus der iOS Universal Clipboard Funktion lassen sich nun korrekt in Firefox einfügen. Ausklappmenüs auf Webseiten nutzen den nativen macOS-Menüstil. Dazu kommen Fehlerkorrekturen für Multi-Monitor-Setups und eine bessere Farbverwaltung beim Kopieren und Einfügen von Bildern.
Firefox bekommt außerdem eine neue Ortswahl für die integrierte VPN-Funktion. Nutzer können ein verfügbares Land auswählen oder die empfohlene Verbindung verwenden. Mozilla nennt die Funktion als progressiven Rollout. Deshalb sehen nicht alle Nutzer die Neuerung sofort. Der Firefox-Blog nennt die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Kanada als Startmärkte für die kostenlose Browser-VPN-Funktion mit Ortsauswahl.
Für Entwickler ist Firefox 151 ebenfalls ein größeres Update. Mozilla nennt Unterstützung für die Web Serial API auf Desktop-Plattformen. Dadurch können Webseiten und Erweiterungen mit Mikrocontrollern und Geräten über serielle Verbindungen arbeiten. Beispiele sind ESP-Boards, Raspberry Pi Pico, 3D-Drucker und CNC-Geräte. Dazu kommen die Document Picture-in-Picture API, Verbesserungen bei Container Queries, Fullscreen Keyboard Lock und weitere CSS- und API-Änderungen.
Die Sicherheitskorrekturen bleiben der wichtigste Update-Grund. Mozilla nennt im Advisory MFSA 2026-46 mehrere Schwachstellen mit hoher oder moderater Auswirkung. Darunter befinden sich Speicherfehler in Firefox 150. Mozilla geht davon aus, dass einige dieser Fehler mit ausreichendem Aufwand zur Ausführung von Code ausgenutzt werden könnten. Firefox-Nutzer sollten deshalb nicht nur wegen der neuen Funktionen auf Version 151 aktualisieren.
Firefox 151 zeigt damit die aktuelle Richtung von Mozilla. Der Browser erhält sichtbare Komfortfunktionen, mehr lokale Kontrolle und stärkere Schutzmechanismen gegen Tracking. Gleichzeitig baut Mozilla moderne Web-APIs aus und schließt sicherheitsrelevante Lücken. Für Nutzer ist das Update deshalb sowohl ein Funktionsupdate als auch ein Sicherheitsupdate.