Google startet neue Gemini-Ära mit Omni und Gemini 3.5

Google hat auf der Google I/O 2026 eine neue Gemini-Generation vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Gemini Omni und Gemini 3.5. Google veröffentlichte die Ankündigungen am 19. Mai 2026 in seiner offiziellen I/O-Collection mit 24 Beiträgen.

Die neuen Modelle markieren einen größeren Umbau von Google im KI-Bereich. Gemini Omni Flash soll Inhalte aus Text, Bildern, Audio und Video erzeugen. Der Start erfolgt mit Video. Gemini 3.5 Flash wird dagegen als Modell für schnelle Antworten, komplexe Aufgaben, Programmierung und agentische Abläufe positioniert.

Google beschreibt die I/O 2026 als Schritt in eine agentische Gemini-Ära. Damit meint Google KI-Systeme mit mehr Eigenständigkeit bei Planung, Ausführung und längeren Aufgabenketten. Für Nutzer verändert sich dadurch nicht nur die Gemini App. Auch Google Suche, YouTube, Workspace, Entwicklerwerkzeuge und Unternehmensprodukte bekommen neue KI-Funktionen.

Google stellt Gemini Omni und Gemini 3.5 Flash vor

Gemini Omni Flash ist Googles neues multimodales Modell für kreative Inhalte. Google nennt Video als ersten Schwerpunkt. Nutzer können Text, Bilder, Audio und Videos als Eingabe kombinieren. Daraus soll Gemini Omni hochwertige Videos erzeugen. Bestehende Videos lassen sich zusätzlich per natürlicher Sprache bearbeiten.

Google nennt als Beispiele Änderungen an Perspektive, Handlung, Beleuchtung, Umgebung und Stil. Jede neue Eingabe baut auf dem bisherigen Ergebnis auf. Dadurch sollen Figuren, Szenen und Bewegungen konsistenter bleiben. Google spricht bei Gemini Omni von einem Fortschritt bei Weltverständnis, Multimodalität und präziser Videobearbeitung.

Der Zugriff startet gestaffelt. Gemini Omni Flash kommt für Nutzer von Google AI Plus, Pro und Ultra in die Gemini App und zu Google Flow. YouTube Shorts und YouTube Create sollen Omni Flash ebenfalls bekommen. Entwickler und Unternehmenskunden erhalten den API-Zugriff laut Google in den kommenden Wochen.

Gemini 3.5 Flash ist das erste Modell der neuen Gemini-3.5-Reihe. Google beschreibt es als Modell mit fortgeschrittener Intelligenz und sehr hoher Geschwindigkeit. Das Modell soll besonders bei agentischen Workflows und Coding-Aufgaben stärker sein. Google nennt außerdem lange Aufgabenketten, bei denen Gemini planen, ausführen und Ergebnisse überarbeiten kann.

Für normale Nutzer ist vor allem der Rollout in der Gemini App und in Google Suche wichtig. Gemini 3.5 Flash wird dort zum Standardmodell in der Gemini App und im AI Mode der Suche. Entwickler bekommen Zugriff über Google Antigravity, Gemini API, Google AI Studio und Android Studio. Unternehmenskunden erhalten Zugriff über Gemini Enterprise Agent Platform und Gemini Enterprise.

Warum die neue Gemini Strategie für Nutzer wichtig ist

Google verschiebt Gemini von einem Chatbot zu einer Arbeitsoberfläche für Aufgaben. Die Gemini App bekommt dazu Gemini Spark. Google beschreibt Spark als persönlichen KI-Agenten für Aufgaben rund um das digitale Leben. Spark soll im Hintergrund arbeiten, wiederkehrende Aufgaben ausführen und mit Google-Diensten wie Gmail und Docs verbunden sein.

Die neue Strategie betrifft auch die Suche. Google verknüpft den AI Mode mit Gemini 3.5 Flash. Dadurch sollen Antworten interaktiver, visueller und stärker auf Aufgaben ausgerichtet werden. Google spricht außerdem von Information Agents. Diese Agenten sollen ausgewählte Themen im Web beobachten und später Updates liefern.

Für kreative Nutzer steht Gemini Omni im Vordergrund. Die Videofunktionen können einfache Prompts, vorhandenes Material und mehrere Bearbeitungsschritte kombinieren. Damit rückt Google näher an Werkzeuge für Videoproduktion, Social Media und schnelle visuelle Inhalte. Zugleich wächst die Bedeutung von Kennzeichnung und Erkennung generativer Inhalte.

Google setzt deshalb auch auf SynthID und Content Credentials. Google will KI-Inhalte transparenter machen und Prüfungen in Google Suche, Chrome und Gemini ausbauen. Dieser Punkt ist zentral, weil realistische KI-Videos neue Risiken bei Täuschung, Manipulation und Identitätsmissbrauch schaffen.

Der Rollout bleibt gestaffelt. Einige Funktionen starten sofort. Andere Funktionen kommen zuerst zu zahlenden Nutzern, Entwicklern, Unternehmenskunden oder Testgruppen. Gemini 3.5 Pro ist laut Google noch nicht breit verfügbar und soll später folgen. Damit hängt die tatsächliche Nutzung von Konto, Land, Produkt und Abo-Stufe ab.

Mit Gemini Omni und Gemini 3.5 verstärkt Google den Wettbewerb mit OpenAI, Anthropic, Microsoft und Meta. Die neue Gemini-Generation soll nicht nur bessere Antworten liefern. Sie soll Inhalte erstellen, Software entwickeln, Recherchen übernehmen und längere digitale Aufgaben erledigen. Entscheidend wird nun, wie zuverlässig Google diese Funktionen in Alltag, Arbeit und Websuche integriert.