NVIDIA warnt vor Sicherheitslücken: Diese GPU-Treiber sollten aktualisiert werden

NVIDIA hat ein neues Sicherheitsupdate für GPU Display Drivers veröffentlicht. Das Security Bulletin wurde am 21. Mai 2026 aktualisiert und betrifft Treiber für Windows, Linux, GeForce, NVIDIA RTX, Quadro, NVS, Tesla sowie vGPU Software. Nutzer sollten ihre NVIDIA-Grafikkarten prüfen und ältere Hardware Treiber aktualisieren.

Das Bulletin behandelt mehrere Schwachstellen mit hoher Einstufung. Erfolgreiche Angriffe können laut NVIDIA unter anderem zu Denial of Service, Rechteausweitung, Informationsabfluss, Datenmanipulation und in einigen Fällen zu Codeausführung führen. Viele Lücken erfordern lokalen Zugriff. Das senkt das Risiko aus der Ferne, macht die Updates aber für gemeinsam genutzte Systeme, Workstations, Linux-Server, Virtualisierung und Unternehmensumgebungen besonders wichtig.

BereichBetroffene TreiberAktualisierte Version laut NVIDIA
GeForce Windows R595Alle Versionen vor 596.36596.36 oder neuer
GeForce Windows R580Alle Versionen vor 582.53 bei Maxwell, Volta und Pascal582.53 oder neuer
GeForce Linux R595Alle Versionen vor 595.71.05595.71.05 oder neuer
GeForce Linux R580Alle Versionen vor 580.159.03580.159.03 oder neuer
GeForce Linux R535Alle Versionen vor 535.309.01535.309.01 oder neuer
RTX, Quadro, NVS und Tesla WindowsR595, R580 und R535 je nach Produktzweig596.36, 582.53 oder 539.72 je nach Zweig
RTX, Quadro, NVS und Tesla LinuxR595, R580 und R535 je nach Produktzweig595.71.05, 580.159.03 oder 535.309.01 je nach Zweig
vGPU SoftwareGuest Driver und Virtual GPU Manager je nach VersionUpdate über NVIDIA Licensing Portal

NVIDIA schließt mehrere High-Severity-Lücken

Die wichtigsten Schwachstellen betreffen den NVIDIA Display Driver selbst. NVIDIA nennt unter anderem Use-after-free-Fehler, fehlerhafte Zugriffe auf GPU-Ressourcen, Out-of-bounds-Schreibvorgänge, Out-of-bounds-Lesevorgänge, Probleme in der Linux-Kernel-Schicht und Fehler in Unified Virtual Memory. Mehrere Einträge tragen eine CVSS-Bewertung im High-Bereich.

Für normale Desktop-Nutzer ist vor allem der Windows-Zweig relevant. Wer eine aktuelle GeForce-Grafikkarte nutzt, sollte unter Windows mindestens auf einen Treiberstand mit den Sicherheitsfixes wechseln. NVIDIA nennt für den aktuellen Windows-Zweig 596.36 als aktualisierte Version. Neuere Treiberstände enthalten die Korrekturen ebenfalls. Für ältere GeForce-GPUs auf Basis von Maxwell, Volta und Pascal nennt NVIDIA im R580-Zweig 582.53.

Linux-Nutzer sollten die Treiberstände ebenfalls prüfen. Für GeForce, NVIDIA RTX, Quadro, NVS und Tesla nennt NVIDIA unter Linux 595.71.05, 580.159.03 und 535.309.01 als aktualisierte Versionen. Ältere unterstützte Zweige können ebenfalls betroffen sein. NVIDIA empfiehlt in solchen Fällen ein Upgrade auf einen aktuellen Branch.

Was NVIDIA-Nutzer jetzt prüfen sollten

Die Update-Empfehlung hängt vom System ab. Private Windows-Nutzer mit GeForce-Karte sollten den installierten Treiberstand prüfen und über die NVIDIA-Treiberseite, die NVIDIA-App oder den vom Hersteller bereitgestellten Treiber aktualisieren. NVIDIA weist darauf hin, dass einzelne Hardware-Hersteller eigene Windows-Treiberversionen ausliefern können, die die Sicherheitsupdates ebenfalls enthalten.

  • GeForce-Spieler sollten prüfen, ob ein aktueller Game-Ready- oder Studio-Treiber installiert ist.
  • Linux-Nutzer sollten ihre Treiberquelle prüfen, etwa Distributionspakete, NVIDIA-Pakete oder Herstellerabbilder.
  • Workstation-Nutzer mit RTX, Quadro oder NVS sollten auf die passenden Enterprise-Treiberzweige achten.
  • vGPU-Administratoren müssen Updates über das NVIDIA Licensing Portal beziehen.
  • Cloud-Gaming-Betreiber sollten die Cloud-Gaming-Komponenten separat gegen die NVIDIA-Tabelle prüfen.

Besonders wichtig ist das Update in Umgebungen mit mehreren Nutzern, virtuellen GPUs oder sensiblen Workloads. Dort können lokale Schwachstellen stärker ins Gewicht fallen, weil ein Angreifer mit eingeschränkten Rechten versuchen kann, höhere Rechte, Datenzugriff oder Instabilität auszulösen. Das gilt auch für Linux-Systeme mit GPU-Compute, KI-Workloads oder geteilten Entwicklungsmaschinen.

NVIDIA hat das Bulletin seit der Erstveröffentlichung mehrfach korrigiert. Die Revision vom 21. Mai 2026 behebt unter anderem Fehler in den vGPU-Versionstabellen und in Windows-Treiberversionen. Nutzer sollten deshalb nicht nur ältere Medienberichte prüfen, sondern direkt den aktuellen NVIDIA-Eintrag verwenden. Für die meisten Desktop-Nutzer bleibt die praktische Empfehlung klar: installierten NVIDIA-Treiber prüfen und auf einen Treiber mit dem Mai-2026-Sicherheitsupdate wechseln.