Google verteilt ein neues Stable-Update für ChromeOS und ChromeOS Flex. Der Rollout startete am 3. Juni 2026 im Stable Channel. Die neue Version trägt die Kennung M-148. Google nennt ChromeOS 16640.57.0 und Browser Version 148.0.7778.250. Betroffen sind ChromeOS-Geräte im Stable Channel. Das Update richtet sich an klassische Chromebooks und Geräte mit ChromeOS Flex. ChromeOS Flex bringt Googles Betriebssystem auf kompatible PCs und Macs. Damit erreicht das Update auch ältere Hardware, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und private Nutzer mit wiederverwendeten Geräten. Der Vorgang passt in Googles Update-Rhythmus für Google-Plattformen, Browser-Komponenten und verwaltete Endgeräte.
ChromeOS 148 erreicht den Stable Channel
ChromeOS 148 erscheint als Stable-Channel-Update für ChromeOS und ChromeOS Flex. Google nennt im Release-Eintrag keine neuen sichtbaren Funktionen. Der Fokus liegt auf der Auslieferung des aktuellen M-148-Stands für produktive Geräte. Nutzer erhalten das Update in der Regel automatisch über die integrierte Aktualisierungsfunktion von ChromeOS.
Die Versionsnummern sind wichtig für Administratoren und Nutzer mit mehreren Geräten. ChromeOS Version 16640.57.0 beschreibt die Plattformversion. Browser Version 148.0.7778.250 beschreibt den Chrome-Browser im System. ChromeOS koppelt Systemkomponenten und Browser enger als klassische Desktop-Betriebssysteme. Ein ChromeOS-Update aktualisiert daher nicht nur einzelne Apps, sondern zentrale Teile der Plattform.
Google verweist im Stable-Eintrag auf die bekannten Feedback-Kanäle. Nutzer können Fehler über den Chromium Bug Tracker melden. Zusätzlich nennt Google die Chromebook Help Community, die ChromeOS Beta Help Community und die Feedback-Funktion in Chrome. Diese Hinweise sprechen vor allem Administratoren und Nutzer an, deren Geräte nach dem Update neue Probleme zeigen.
ChromeOS Flex bleibt ein wichtiger Teil des Updates. Die Flex-Variante nutzt ChromeOS auf vorhandener PC- und Mac-Hardware. Unternehmen setzen ChromeOS Flex häufig für Geräte ein, die keine klassische Windows- oder macOS-Umgebung mehr erhalten sollen. Ein stabiler ChromeOS-Flex-Rollout reduziert den Wartungsaufwand in solchen Umgebungen.
| Update | Version | Betroffene Geräte oder Nutzer |
|---|---|---|
| ChromeOS Stable | ChromeOS 16640.57.0 | Chromebooks und ChromeOS-Flex-Geräte im Stable Channel |
| ChromeOS Browser-Komponente | 148.0.7778.250 | Bestandteil des ChromeOS-Updates |
| ChromeOS LTS-144 | 144.0.7559.254, Platform 16503.86.0 | Geräte im Long Term Support Channel |
| Chrome Extended Stable | 148.0.7778.254 | Windows und Mac im Extended Stable Channel |
| Chrome 150 Beta Desktop | 150.0.7871.4 | Windows, macOS und Linux im Beta Channel |
| Chrome 150 Beta Android | 150.0.7871.3 | Android-Nutzer im Chrome Beta Channel |
| Chrome 150 Beta iOS | 150.0.7871.2 | iPhone und iPad im Chrome Beta Channel |
LTS-144 schließt kritische Sicherheitslücken
Parallel zum Stable-Update verteilt Google ein neues Long Term Support Channel Update für ChromeOS. Die neue LTS-144-Version lautet 144.0.7559.254. Die zugehörige Platform Version lautet 16503.86.0. Google rollt diese Version für die meisten ChromeOS-Geräte im LTS-Kanal aus.
Der LTS-Kanal ist vor allem für Organisationen wichtig. Schulen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen nutzen längere Support-Zyklen für planbare Rollouts. Google liefert über LTS ausgewählte Sicherheitskorrekturen, ohne jede Änderung aus dem schnellen Stable Channel sofort in verwaltete Umgebungen zu bringen.
Google nennt im LTS-Eintrag 15 ausgewählte Sicherheitskorrekturen. Drei Einträge tragen die Einstufung Critical. CVE-2026-9887 betrifft eine Use-after-free-Schwachstelle in Proxy. CVE-2026-9873 betrifft eine Use-after-free-Schwachstelle in Network. CVE-2026-9891 betrifft eine Use-after-free-Schwachstelle in Extensions.
Mehrere weitere Schwachstellen tragen die Einstufung High. Dazu zählen CVE-2026-9934 in Aura, CVE-2026-9895 in GPU, CVE-2026-9980 in Printing, CVE-2026-10004 in Passwords, CVE-2026-10013 in WebCodecs, CVE-2026-9894 in GPU, CVE-2026-9992 in Network, CVE-2026-9902 in Accessibility, CVE-2026-2314 in Codecs, CVE-2026-7351 in MHTML und CVE-2026-10001 in PerformanceManager.
Ein weiterer Eintrag trägt die Einstufung Medium. CVE-2026-4462 beschreibt einen Out-of-bounds-read-Fehler in Blink. Blink ist die Rendering-Engine von Chromium und damit ein zentraler Bestandteil von Chrome, ChromeOS und vielen weiteren Chromium-basierten Browsern.
Die LTS-Sicherheitsliste zeigt die Bandbreite der betroffenen Komponenten. Netzwerk, Erweiterungen, Grafik, Druckfunktionen, Passwörter, WebCodecs, Accessibility und Blink gehören zu den genannten Bereichen. Nutzer im LTS-Kanal sollten die neue Version zeitnah einspielen. Administratoren sollten den Rollout über die Google Admin Console und die eigenen Update-Richtlinien prüfen.
Google meldet in den Einträgen keine aktive Ausnutzung der genannten Schwachstellen. Die Einstufungen Critical und High rechtfertigen dennoch eine schnelle Aktualisierung. Browser- und Betriebssystemkomponenten verarbeiten Webseiten, Erweiterungen, Medieninhalte, Netzwerkdaten und lokale Funktionen. Fehler in diesen Bereichen besitzen oft direkte Sicherheitsrelevanz.
Chrome 150 Beta und Extended Stable erscheinen parallel
Der 3. Juni brachte außerdem mehrere Chrome-Updates außerhalb von ChromeOS. Chrome 150 wechselte für Windows, macOS und Linux in den Beta Channel. Google nennt Chrome 150.0.7871.4 für Desktop. Der Eintrag spricht von Performance- und Stabilitätsverbesserungen sowie neuen Funktionen aus dem Chromium Blog.
Auch mobile Plattformen erhielten Beta-Versionen. Chrome Beta 150.0.7871.3 steht für Android über Google Play bereit. Chrome Beta 150.0.7871.2 erscheint für iOS in den kommenden Tagen im App Store. Diese Beta-Versionen richten sich an Tester, Entwickler und Nutzer mit Interesse an kommenden Chrome-Funktionen.
Für Unternehmen mit Windows- und Mac-Geräten ist zusätzlich Chrome Extended Stable 148.0.7778.254 wichtig. Google verteilt diese Version über die kommenden Tage und Wochen. Extended Stable reduziert den Änderungsdruck für Organisationen, die neue Chrome-Hauptversionen langsamer ausrollen.
Die Kombination aus Stable, LTS, Extended Stable und Beta zeigt Googles gestaffeltes Update-Modell. Privatnutzer erhalten ChromeOS 148 über den Stable Channel. Organisationen mit längerem Wartungsfenster erhalten LTS-144 mit Sicherheitskorrekturen. Desktop-Administratoren im Extended-Stable-Kanal erhalten Chrome 148.0.7778.254. Tester können Chrome 150 bereits auf Desktop, Android und iOS prüfen.
Nutzer prüfen die ChromeOS-Version über die Einstellungen unter Über ChromeOS. Administratoren steuern Rollouts über Richtlinien und Update-Kanäle. Nach dem Juni-Update zählen vor allem zwei Punkte: ChromeOS-Geräte im Stable Channel sollten auf 16640.57.0 stehen, LTS-Geräte sollten die sicherheitsrelevante Version 144.0.7559.254 erhalten.