Apple und Samsung steuern 2026 auf das wichtigste Foldable-Duell seit Jahren zu. Apple soll sein erstes faltbares iPhone vorbereiten. Samsung arbeitet laut aktuellen Leaks an mehreren Galaxy-Z-Fold-8-Modellen, darunter ein breiteres Galaxy Z Fold 8 Wide und ein mögliches Galaxy Z Fold 8 Ultra. Offiziell bestätigt ist Apples Foldable noch nicht. Auch Samsungs Fold-8-Modelle bleiben bis zur Vorstellung Gerüchte.
Der Vergleich ist für Hardware-Käufer spannend, da beide Hersteller offenbar unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage geben: Soll ein Foldable geschlossen wie ein normales Smartphone wirken oder aufgeklappt eher wie ein kleines Tablet? Genau dieses Format entscheidet über Nutzung, Gewicht, Akku, Kamera und Preis.
Apple setzt offenbar auf ein breites iPad-Format
Das erwartete iPhone Fold wird in Leaks auch als iPhone Ultra bezeichnet. Die bisher wichtigsten Gerüchte nennen ein 7,76-Zoll-Innendisplay und ein 5,49-Zoll-Außendisplay. Das aufgeklappte Gerät soll ein 4:3-Format nutzen. Damit würde Apple nicht Samsungs klassisch längliches Fold-Format kopieren, sondern eher ein kleines iPad im Hosentaschenformat bauen.
Apple soll besonders auf Displayfalte, Gehäusedicke und Akku achten. Mehrere Berichte sprechen von einem möglichst faltenarmen Display, Touch ID statt Face ID, einem A20-Chip und einem Akku im Bereich von 5.400 bis 5.800 mAh. Die Kamera soll aus zwei 48-MP-Modulen bestehen. Ein Teleobjektiv wird in den aktuellen Gerüchten nicht erwartet.
Samsung reagiert offenbar genau auf diesen Formfaktor. Der bereits erstellte Überblick zum Galaxy Z Fold 8 Wide als möglichem Apple-Fold-Konkurrenten zeigt den Kern des Leaks: Samsung plant offenbar ein breiteres, leichteres Foldable mit 4:3-Innendisplay. Damit würde Samsung Apple nicht nur technisch, sondern auch beim Format direkt angreifen.
| Gerät | Aktueller Leak-Stand | Wichtigster Vorteil |
|---|---|---|
| iPhone Fold / iPhone Ultra | 7,76-Zoll-Innendisplay, 5,49-Zoll-Außendisplay, 4:3-Format, A20-Chip, Touch ID, 5.400 bis 5.800 mAh Akku | Apple-Ökosystem, iOS-Integration und sehr starkes Akku-Gerücht |
| Galaxy Z Fold 8 Wide | 5,4-Zoll-Coverdisplay, 7,8-Zoll-Innendisplay, 4:3-Format, 201 Gramm, 4.800 mAh, 45W Laden | Leichtes Wide-Format als direkter Apple-Gegenentwurf |
| Galaxy Z Fold 8 Ultra | Möglicher Nachfolger des klassischen Fold-Formats mit höherer Ausstattung und Triple-Kamera | Premium-Modell für Käufer mit Kamera- und Display-Fokus |
| Galaxy Z Fold7 als Vergleich | Offiziell 215 Gramm, 6,5-Zoll-Coverdisplay, 8,0-Zoll-Innendisplay, Snapdragon 8 Elite for Galaxy | Reale Messlatte für Gewicht, Format und Foldable-Erfahrung |
Das iPhone Fold könnte vor allem über Software gewinnen. Apple muss nicht das erste Foldable bauen. Apple muss ein Foldable bauen, das sich für iPhone-Nutzer selbstverständlich anfühlt. Entscheidend werden App-Anpassungen, Multitasking, iPad-nahe Ansichten, Kameraübergänge und der Wechsel zwischen Außen- und Innendisplay.
Samsung besitzt dagegen den Erfahrungsvorteil. Galaxy-Z-Fold-Geräte sind seit Jahren im Handel. Samsung kennt Scharniere, Schutzglas, Displayfalte, Multitasking, Reparaturfragen und App-Skalierung im Android-Umfeld. Dieser Vorsprung kann 2026 besonders wertvoll sein, da Apple beim ersten Foldable stärker unter Beobachtung steht.
Samsung hat mehr Varianten, Apple hat den stärkeren Neueinstieg
Samsung könnte 2026 mit mehreren Foldables antreten. Das Galaxy Z Fold 8 Wide wäre der direkte Gegenentwurf zum iPhone Fold. Das Gerät soll laut Leaks nur 201 Gramm wiegen, 45W laden und einen 4.800-mAh-Akku besitzen. Das mögliche Galaxy Z Fold 8 Ultra könnte dagegen die klassische Fold-Linie fortführen und stärker auf Kamera, großes Display und Premium-Ausstattung setzen.
Diese Modellstrategie kann Samsung helfen. Ein breites und leichteres Modell greift Apple an. Ein Ultra-Modell hält die bisherigen Fold-Käufer im Samsung-Ökosystem. Gleichzeitig kann Samsung beim Preis flexibler reagieren. Ein Fold 8 Wide könnte günstiger wirken als ein sehr teures iPhone Fold, während das Ultra-Modell die Premium-Spitze besetzt.
Apple hat eine andere Stärke. Das erste faltbare iPhone wird automatisch Aufmerksamkeit erzeugen. Viele Nutzer warten nicht auf irgendein Foldable, sondern auf ein Foldable mit iOS, iMessage, AirDrop, Apple Watch, AirPods, iCloud, Apple Pay und langer Update-Unterstützung. Dieser Ökosystemeffekt kann technische Nachteile teilweise ausgleichen.
| Vergleichspunkt | iPhone Fold | Galaxy Z Fold 8 / Fold 8 Wide |
|---|---|---|
| Format | Gerüchte nennen breites 4:3-Format | Wide-Modell ebenfalls 4:3, Ultra vermutlich klassischer |
| Displayfalte | Apple soll stark auf faltenarmes Display setzen | Samsung arbeitet laut Leaks an reduzierter Falte |
| Akku | 5.400 bis 5.800 mAh im Gespräch | Wide mit 4.800 mAh, normales Fold 8 teils mit 5.000 mAh im Gespräch |
| Gewicht | Noch offen | Wide laut Leak nur 201 Gramm |
| Kamera | Dual 48 MP ohne Tele laut Gerüchten | Wide ohne Tele, Ultra wahrscheinlich stärker |
| Chip | A20 auf 2-nm-Basis erwartet | Snapdragon-Flaggschiff wahrscheinlich, regionale Fragen bleiben offen |
| Software | iOS und mögliche iPad-nahe Anpassungen | Android, One UI und langjährige Fold-Erfahrung |
| Ökosystem | Sehr stark bei Apple-Diensten und Zubehör | Stark bei Android, Galaxy AI und Multitasking |
| Preis | Erwartet sehr hoch | Mehr Preisspielraum durch mehrere Modelle |
| Risiko | Erstes Apple-Foldable mit Erstgeneration-Risiko | Namensstrategie und Kompromisse beim Wide-Modell offen |
Die Kamera könnte Samsung helfen. Das Fold 8 Wide soll zwar nur eine Dual-Kamera erhalten und auf Telezoom verzichten. Das Ultra-Modell könnte aber die bessere Kameraausstattung bieten. Apple soll beim iPhone Fold ebenfalls auf Dual-Kamera ohne Tele setzen. Käufer mit Kamera-Fokus könnten daher eher zum Samsung-Ultra greifen, falls die Leaks stimmen.
Beim Chip bleibt Samsung offener. Das Galaxy Z Fold 8 dürfte ein Snapdragon-Flaggschiff nutzen, gesichert ist die regionale Strategie aber nicht. Bei Samsungs Klappmodellen bleibt die Chip-Frage bereits umstritten, wie der Überblick zu Snapdragon oder Exynos im Galaxy Z Flip 8 zeigt. Apple kontrolliert den Chip stärker selbst und könnte das iPhone Fold mit dem A20 enger an iOS anpassen.
Der Gewinner des Foldable-Jahres 2026 hängt deshalb nicht nur von Datenblättern ab. Samsung gewinnt bei Auswahl, Erfahrung, früher Marktpräsenz und möglicher Preisstaffelung. Apple gewinnt bei Ökosystem, Aufmerksamkeit, Softwareintegration und dem ersten großen iPhone-Fold-Moment.
Für Käufer entsteht ein klares Zwischenfazit. Das iPhone Fold wirkt nach aktuellem Stand wie der stärkere Neueinstieg. Das Galaxy Z Fold 8 Wide wirkt wie Samsungs direkter Konter. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra könnte die bessere Wahl für Nutzer bleiben, die Kamera, großes Display und maximale Ausstattung suchen. Die endgültige Entscheidung fällt erst nach offiziellen Vorstellungen, Preisen, regionalen Modellen und echten Tests zur Displayfalte.