Die Diskussion um einen neuen PlayStation-Handheld wird lauter. Und diesmal geht es offenbar nicht nur um Streaming wie bei der PS Portal, sondern um ein Gerät, das Spiele nativ ausführen könnte. Offizielle Details von Sony fehlen weiterhin, doch mehrere Berichte und Leaks zeichnen ein Bild: Sony könnte zur PS6-Generation ein tragbares „Schwestermodell“ planen, das eine eigene Rolle im Ökosystem übernimmt.
Möglicher Zeitrahmen: eher 2027/2028 als „bald“
Wenn an den bisherigen Hinweisen etwas dran ist, dürfte ein Release noch Jahre entfernt sein. Im Raum steht ein Startfenster im Herbst 2027 oder Anfang 2028 – also zeitlich rund um die nächste große Konsolengeneration. Diese Einordnung passt auch zu der Vorstellung, dass Sony Hardware und Spiele-Strategie gemeinsam ausrollt, statt ein Handheld-Projekt „nebenher“ laufen zu lassen.
Handheld-Konsole statt Windows-Handheld?
Spannend ist die Grundfrage: Wird es eine echte PlayStation-Konsole im Handheld-Format oder ein PC-ähnliches Gerät mit PlayStation-Branding? In der Branche sieht man aktuell beides: klassische Konsolen-Logik auf der einen Seite, Windows-Handhelds auf der anderen. Gerüchte deuten eher auf eine native PlayStation Variante hin, quasi wie eine „Series-S-Idee“ im Sony-Kosmos: weniger Leistung als die PS6, dafür mobil.
Technik: AMD, moderne Architektur: Fokus auf Effizienz
In Leaks taucht eine AMD-APU mit Codenamen „Canis“ auf, angeblich Zen-6-basiert und mit RDNA-5-Grafik. Erwartet wird ein Design, das nicht auf Maximalleistung, sondern auf Effizienz und stabile Framerates zielt. Als grobe Einordnung wird teils eine Rasterleistung irgendwo zwischen der Hälfte und drei Vierteln einer PS5 genannt, bei gleichzeitig moderneren Features (z. B. bessere Raytracing-Effizienz) und Upscaling-Techniken wie FSR.
Bildschirm und Formfaktor: PS-Portal-DNA möglich
Auch beim Display deutet vieles auf Wiederverwertung hin: Ein 8-Zoll-Full-HD-LCD mit 60 Hz – also sehr ähnlich zur PS Portal. Das würde Kosten senken und Entwicklungszeit sparen. Passend dazu wird gemunkelt, Sony habe Entwickler bereits auf einen „Low-Power“-Modus vorbereitet, der 60-FPS-Caps und niedrigere Auflösungen begünstigt.
Rückwärtskompatibilität: Wunsch vs. Realität
Bei PS4/PS5-Kompatibilität gehen die Meinungen auseinander: Manche Leaks behaupten, Spiele würden direkt laufen; andere Stimmen halten Anpassungen für nötig. Insbesondere bei PS5-Titeln. Realistisch wäre ein Mischmodell: Viele Spiele laufen, aber nicht jedes „einfach so“, weil mobile Hardware andere Budgets für CPU/GPU, RAM und Bandbreite hat.
Unterm Strich wirkt das Projekt plausibel. Aber bis Sony selbst spricht, bleibt es ein Puzzle aus Indizien.