Poker schafft es selten in klassische Sportpreise, genau deshalb sorgt eine aktuelle Nominierung in Spanien für Aufmerksamkeit. Der Profi Adrian Mateos wurde für die „Top 100 Sports“-Auszeichnung 2025 nominiert, die von einer der größten spanischen Sportmedienmarken vergeben wird. Damit steht Poker plötzlich neben Fußball, Tennis und Kampfsport, nicht als Randnotiz, sondern auf derselben Liste.
Warum Mateos nominiert wurde
Mateos ist in der Kategorie „Beste Leistung des Jahres“ aufgeführt. Auslöser ist vor allem ein historischer Meilenstein: Er zählt zu einem sehr kleinen Kreis von Spielern, die fünf WSOP-Bracelets im No-Limit Hold’em gewonnen haben, und er erreichte diese Marke bereits mit 30 Jahren. In der Pokerszene gilt das als außergewöhnlich, weil Turnierpoker nicht nur Können, sondern auch über Jahre konstante Spitzenleistung verlangt.
Zwischen Alcaraz und Topuria: Poker auf einer Sportliste
Besonders bemerkenswert ist das Umfeld der Nominierten: Auf der Liste stehen auch international bekannte Athleten wie Lamine Yamal, Carlos Alcaraz oder Ilia Topuria. Für Mateos ist das nicht nur persönliche Anerkennung, sondern ein Signal, dass Denksportarten stärker als „echte“ sportliche Leistungen wahrgenommen werden.
Er selbst betont in Reaktionen darauf, dass Poker für viele Jüngere längst ein Mind-Sport ist und viele Vorurteile eher aus Unwissen entstehen.
Karriere in Kürze
Mateos gehört zu den erfolgreichsten Spielern der modernen Live-Ära. Er gewann früh große Titel, etablierte sich dauerhaft in der Weltspitze und sammelte über Jahre massive Turnierergebnisse. Zu seinen Stationen zählen ein früher Durchbruch bei einem großen europäischen WSOP-Event, ein bedeutender Sieg auf der EPT-Bühne und mehrere Spitzenplätze in globalen Rankings.
Abstimmung und Preisverleihung
Die Entscheidung ist nicht nur Jury-Sache, sondern es läuft eine öffentliche Abstimmung. Die Preisverleihung ist für den 29. Dezember angesetzt und wird als Live-Event übertragen. Für Poker wäre ein vorderer Platz oder sogar ein Sieg ein kleines Stück Kulturwechsel: weg vom Nischenimage, hin zur Anerkennung als mentale Hochleistung.