Die Verbraucher schätzen auch den schnellen Versand und den kulanten Kundenservice. Bei Problemen mit der Lieferung oder beschädigten Produkten wird schnell und unkompliziert geholfen. Einige erwähnen, dass sie sogar kostenlosen Ersatz erhalten haben. Allerdings gibt es unterschiedliche Meinungen bezüglich des Lieferservices.
Die größten Cyber-Risiken, denen Verbraucher 2026 ausgesetzt sind, haben weniger mit technischen Einbrüchen zu tun – und mehr mit Manipulation. Kriminelle setzen zunehmend auf realistisch wirkende, KI-generierte Medien und Social Engineering, um Menschen unter Druck zu setzen. Ziel ist fast immer, dass Betroffene schnell handeln, bevor sie Zeit haben zu prüfen, was gerade passiert.
Strafverfolgungsbehörden, darunter auch das FBI, warnen bereits davor, dass Betrüger manipulierte oder komplett gefälschte Audio- und Videoaufnahmen als „Lebenszeichen“ in Erpressungs- sowie virtuellen Entführungsmaschen verwenden. Fotos und Clips aus sozialen Netzwerken werden dabei neu zusammengeschnitten und so aufbereitet, dass möglichst glaubwürdige Situationen entstehen – mit dem einzigen Zweck, Panik und Zeitdruck auszulösen.
Möglich wird diese Entwicklung durch generative KI. Die Technologie erfindet keine völlig neuen Verbrechen, aber sie senkt Kosten und Aufwand, um bekannte Maschen in großem Maßstab durchzuziehen. Auch die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat ähnliche Warnungen veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass Stimmklonen und realistische Medien Fälschungen deutlich schwerer erkennbar machen. Das ist längst nicht mehr nur ein Security-Thema, sondern betrifft immer mehr Software, die mit KI arbeitet und dadurch neue Angriffsflächen schafft.
In der Praxis nutzen die meisten erfolgreichen Betrugsversuche vor allem drei Schwachstellen aus: Zeitdruck, Zugriff auf Konten und zu viele persönliche Informationen.
Zeitdruck ist der Kern vieler Deepfake-„Druck“-Scams: Betroffene sollen aus Angst oder Stress sofort zahlen oder Daten herausgeben. Kontoübernahmen zielen häufig auf E-Mail-, Cloud- oder Mobilfunkanbieter-Konten, um von dort aus weitere Zugänge zu übernehmen. Und „Oversharing“ passiert immer häufiger über KI-Chatbots – wenn Nutzer sensible Daten hineinkopieren, weil sie von einer Privatsphäre ausgehen, die so möglicherweise nicht vollständig garantiert ist.
Öffentliche Netzwerke bleiben außerdem ein klassischer Risikofaktor. Unsichere WLANs können weiterhin zu Abhören, Manipulation oder Passwortdiebstahl führen. Daher gilt auch 2026: Auf öffentlichen Netzwerken möglichst keine sensiblen Dinge erledigen – oder, wenn nötig, nur über verschlüsselte Verbindungen.
Die wichtigste Schutzstrategie für 2026 zielt weniger darauf ab, jede Fälschung perfekt zu erkennen, sondern den Schaden zu begrenzen. Starker Kontoschutz – zum Beispiel Multi-Faktor-Authentifizierung und Passkeys – reduziert die Folgen selbst dann, wenn Zugangsdaten kompromittiert werden. Weniger öffentlich sichtbare persönliche Informationen bedeutet weniger Material, das Angreifer gegen dich verwenden können. Und mehrere Schutzschichten wie Blocker gegen bösartige Websites, Backups und feste Verifizierungsregeln bei „dringenden“ Anfragen nehmen Betrügern den Hebel.
KI-basierte Scams funktionieren, weil sie Menschen beschleunigen. Gute Abwehr bremst: kurz stoppen, prüfen, gegenchecken – und so gestalten, dass ein einzelner Fehler nicht gleich alles kostet.