Clair Obscur: Expedition 33 sammelt weiter Auszeichnungen. Das französische Rollenspiel von Sandfall Interactive ist nun auch bei einer großen Umfrage in Japan ganz vorne gelandet. Die bekannte Spielezeitschrift Famitsu hat 191 Entwicklerinnen, Entwickler und bekannte Personen aus der Branche befragt. Ihr gemeinsamer Favorit für 2025: Expedition 33.
Damit setzt das Spiel seinen Eindruck aus dem restlichen Jahr fort. Zuvor hatte es bereits zahlreiche Game-of-the-Year-Titel bei internationalen Magazinen und Preisverleihungen gewonnen, darunter auch bei den Game Awards und den Golden Joystick Awards. Expedition 33 gehört inzwischen zu den am häufigsten ausgezeichneten Spielen des Jahres 2025.
Famitsu-Umfrage: Expedition 33 vor Ghost of Yotei
Die jährliche Umfrage von Famitsu gilt in Japan als eine Art Stimmungsbarometer der Branche. In diesem Jahr beteiligten sich 191 bekannte Köpfe, darunter Produzenten, Designer, Regisseure und Synchronsprecher. Sie wählen jedes Jahr das Spiel, das sie persönlich am meisten beeindruckt hat.
Clair Obscur: Expedition 33 landete dabei auf Platz eins und wurde von Famitsu als „Super Popular Game of the Year“ bezeichnet. Dahinter folgten Ghost of Yotei auf dem zweiten Platz sowie Urban Legend Demolition Center auf Rang drei. Auf Platz vier und fünf schafften es Donkey Kong Bananza und Mario Kart World und sorgten damit auch für Nintendo-Präsenz in der Liste.
Zu den Teilnehmenden der Umfrage zählen bekannte Namen wie Naoki Yoshida (Final Fantasy 14), Yoshinori Kitase (Final Fantasy), Katsuhiro Harada (Tekken) und Hideki Kamiya (unter anderem Bayonetta). Sie alle durften ihre persönlichen Favoriten des Jahres nennen, die Ergebnisse wurden anschließend von Famitsu zusammengefasst.
Warum Expedition 33 so viel Anerkennung bekommt
Clair Obscur: Expedition 33 ist ein Einzelspieler-RPG, das in einer düsteren Fantasywelt im Belle-Époque-Stil spielt. Die Geschichte folgt einer Gruppe Freiwilliger, die versuchen, eine geheimnisvolle Figur namens „Paintress“ aufzuhalten, deren Ritual jedes Jahr Menschen ab einem bestimmten Alter auslöscht. Eine Zahl, die immer weiter sinkt.
Besonders gelobt werden die Atmosphäre, die Mischung aus Rundenkämpfen und aktiven Abwehr und Parry Mechaniken sowie das auffällige Art Design. Wer Spiele mag, die Gefühle und Stimmung nicht nur erzählen, sondern spielerisch tragen, findet einen ähnlichen Ansatz auch dort, wo Trauer zur Spielmechanik wird. Die Kämpfe sind so gestaltet, dass sie bei perfektem Timing theoretisch ohne einen einzigen Treffer abgeschlossen werden können, was das Spiel vor allem für Fans anspruchsvoller RPGs interessant macht.
Hinter dem Projekt steht ein vergleichsweise junges Team aus Frankreich. Viele Entwicklerinnen und Entwickler arbeiteten hier zum ersten Mal an einem großen Titel. Trotz dieser Unerfahrenheit hat das Studio mit Expedition 33 ein Rollenspiel geschaffen, das weltweit Kritikerlisten anführt und bei Spielerinnen und Spielern ebenso gut ankommt.
Ganz ohne Kritik lief das Jahr allerdings nicht ab: Bei den Indie Game Awards wurde dem Spiel nachträglich ein Preis aberkannt, weil in der Release-Version kurzfristig noch KI-erstellte Platzhalter-Grafiken enthalten waren, die erst später per Patch ersetzt wurden. Trotzdem hat das dem generellen Erfolg des Spiels bisher kaum geschadet. Im Gegenteil, die Zahl der Auszeichnungen steigt weiter.
Mit der Wahl durch 191 japanische Entwicklerinnen, Entwickler und Branchenstars baut Clair Obscur: Expedition 33 seinen Ruf als einer der wichtigsten RPG-Titel der letzten Jahre weiter aus und zeigt, dass das Spiel nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Profis der Branche einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.