Chrome für Android bekommt die Lesezeichenleiste vom Desktop

Chrome auf Handy

Google entfernt langsam aber sicher einige Unterschiede zwischen Desktop- und mobiler Chrome-Version. Jetzt zieht ein bekanntes Desktop-Feature nach: die Lesezeichenleiste.

Die Änderung sieht unscheinbar aus, macht aber vor allem für Tablet-Nutzer das Browsen deutlich angenehmer. Statt Lesezeichen in Menüs zu verstecken, zeigt Chrome sie jetzt direkt unter der Adressleiste an – genau wie am PC.

Chrome Android Lesezeichen

Ein Desktop-Feature landet auf Android

Wie Android Authority berichtet, gibt es nun eine optionale Lesezeichenleiste direkt unter dem Chrome-Adressfeld. Sie sieht fast genauso aus wie auf dem Desktop und zeigt angepinnte Lesezeichen dauerhaft an.

Bisher musste man sich auf Android durchs Drei-Punkte-Menü navigieren, um überhaupt an die Lesezeichen zu kommen. Das war umständlich und hat das Feature gefühlt „versteckt“.

Mit der neuen Leiste sind wichtige Seiten nur einen Tap entfernt – ohne die aktuelle Seite zu verlassen.

So aktivierst du die Lesezeichenleiste auf Android

Standardmäßig ist die Leiste aus, aber man kann sie aktivieren:

  1. Chrome auf Android öffnen
  2. Einstellungen aufrufen
  3. Erscheinungsbild wählen
  4. „Lesezeichenleiste anzeigen“ aktivieren

Danach erscheint die Leiste direkt unter der Adresszeile. Platz ist logischerweise begrenzt, daher werden nicht alle Lesezeichen gleichzeitig angezeigt.

Dafür gibt’s am Ende der Leiste einen Button „Alle Lesezeichen“, der schneller ans vollständige Menü führt.

Tablet-only – zumindest aktuell

Der Haken: Die Leiste scheint derzeit nur auf Android-Tablets sichtbar zu sein. Auf Smartphones taucht sie nicht auf, selbst wenn der Schalter existiert.

Das ergibt aus Platzgründen Sinn – Handys haben nicht genug vertikalen Raum, ohne dass der Inhalt stark leidet.

Es ist unklar, ob Google das Feature später auch für Handys anpasst.

Warum das wichtig ist

Chrome auf Android ist seit Jahren leistungsfähig, hat sich aber nie ganz wie die Desktop-Version angefühlt. Persistente UI-Elemente wie eine Lesezeichenleiste fehlten einfach.

Diese Änderung schließt eine echte Lücke. Wer regelmäßig zwischen Desktop und Tablet wechselt, hat nun ein konsistenteres Erlebnis. Außerdem zeigt es, dass Google Tablets nicht mehr als „große Handys“ behandelt, sondern als Geräte, die eher in Richtung Laptop gehen.

Über die Einführung selbst gab’s bisher keine offizielle Ankündigung – das Feature wird einfach still ausgerollt. Ähnlich lief es auch bei Lesemodus-Updates, die ebenfalls eher unauffällig verteilt wurden, aber im Alltag spürbar helfen.

Für Tablet-Nutzer ist es aber definitiv ein Gewinn.