Chrome 151: Google schließt fünf Sicherheitslücken mit neuem Update

Google hat am 11. August 2026 ein neues Sicherheitsupdate für Chrome 151 veröffentlicht und damit fünf Sicherheitslücken geschlossen. Windows und macOS werden auf Chrome 151.0.7922.137 beziehungsweise 151.0.7922.138 aktualisiert. Für Linux steht Version 151.0.7922.137 bereit. Google stuft alle fünf behobenen Schwachstellen mit dem Schweregrad High ein.

Der Rollout erfolgt laut Chrome Release Team schrittweise über die kommenden Tage und Wochen. Nutzer sollten deshalb prüfen, ob die neue Version bereits verfügbar ist. Das Sicherheitsupdate folgt nur wenige Wochen nach dem Start von Chrome 151 und ergänzt die funktionalen Änderungen dieser Browsergeneration. Dazu gehören unter anderem Soft Navigations für bessere SPA-Performancewerte. Die neuen Sicherheitskorrekturen ergänzen mehrere aktuelle Änderungen in Chrome, die Google mit Version 151 ausliefert.

Chrome 151 schließt fünf High-Sicherheitslücken

Im Mittelpunkt des Updates stehen fünf Speicherfehler. Google führt sämtliche Schwachstellen als Use-after-free-Lücken. Bei diesem Fehlertyp greift Software auf einen Speicherbereich zu, obwohl dieser zuvor freigegeben wurde. Solche Fehler können Abstürze verursachen und unter passenden Bedingungen auch sicherheitsrelevante Auswirkungen haben. Google hält technische Bugdetails bei neuen Chrome-Sicherheitsupdates häufig zunächst zurück. Die Einschränkung bleibt bestehen, bis ein großer Teil der Nutzer die korrigierte Version installiert hat.

CVEChrome-KomponenteEinstufung
CVE-2026-19556V8High
CVE-2026-19557TabStripHigh
CVE-2026-19558ExtensionsHigh
CVE-2026-19559HTMLHigh
CVE-2026-19560BlinkHigh

CVE-2026-19556 betrifft die JavaScript-Engine V8. Diese Komponente verarbeitet JavaScript-Code in Webseiten und gehört damit zu den zentralen Teilen von Chrome. CVE-2026-19557 steckt in TabStrip und betrifft den Bereich der Browser-Tabs. Eine weitere Use-after-free-Lücke mit der Kennung CVE-2026-19558 befindet sich im Erweiterungssystem von Chrome.

Die beiden übrigen Sicherheitsprobleme liegen tiefer in der Verarbeitung von Webinhalten. CVE-2026-19559 betrifft HTML. CVE-2026-19560 steckt in Blink, Googles Rendering-Engine für Webseiten. Damit verteilt sich das Update auf mehrere zentrale Browserbereiche. Google führt in seinem Sicherheitsbulletin für keine der fünf Schwachstellen eine bekannte aktive Ausnutzung auf.

Für Chrome-Nutzer ist das Update auch deshalb relevant, weil der Browser permanent Inhalte aus nicht vertrauenswürdigen Quellen verarbeitet. Webseiten, Skripte und Erweiterungen erreichen täglich zentrale Komponenten wie V8 und Blink. Sicherheitskorrekturen für Speicherfehler sollten daher nicht unnötig aufgeschoben werden. Chrome 151 hat parallel bereits weitere Änderungen am Erweiterungssystem gebracht. Google entfernte mit dieser Version auch die letzten Manifest-V2-Schalter für alte Erweiterungen.

Chrome-Nutzer sollten Version 151.0.7922.137 oder neuer installieren

Chrome lädt Updates auf Windows und macOS normalerweise automatisch im Hintergrund. Die neue Browser-Version wird jedoch erst nach einem Neustart vollständig aktiviert. Nutzer mit länger geöffneten Browser-Sitzungen können deshalb trotz bereits heruntergeladener Dateien noch mit einer älteren Version arbeiten.

Die installierte Version lässt sich direkt in Chrome kontrollieren:

  • Chrome öffnen und rechts oben das Menü mit den drei Punkten auswählen.
  • Hilfe öffnen und anschließend Über Google Chrome auswählen.
  • Chrome sucht auf dieser Seite automatisch nach verfügbaren Updates.
  • Unter Windows und macOS sollte anschließend mindestens 151.0.7922.137 angezeigt werden.
  • Nach einer verfügbaren Aktualisierung Chrome neu starten, damit die neue Version aktiv wird.

Auf Linux-Systemen läuft die Aktualisierung in der Regel über den Paketmanager der Distribution. Der genaue Zeitpunkt kann deshalb zusätzlich vom jeweiligen Repository abhängen. Google plant den Stable-Rollout über mehrere Tage und Wochen. Nicht jeder Rechner muss das Update unmittelbar nach der Veröffentlichung automatisch angeboten bekommen.

Administratoren sollten ebenfalls prüfen, ob Richtlinien Updates verzögern oder eine bestimmte Chrome-Version festschreiben. Google warnt in seiner Enterprise-Dokumentation vor dauerhaft deaktivierten oder zurückgehaltenen Browser-Updates. Solche Konfigurationen verhindern die zeitnahe Installation neuer Sicherheitskorrekturen.

Das Update vom 11. August ist damit vor allem ein Sicherheitsrelease und kein neues Funktionspaket für Chrome 151. Die fünf korrigierten Lücken tragen durchgehend die Einstufung High und betreffen mehrere zentrale Browserkomponenten. Nutzer sollten den Rollout deshalb nicht allein der automatischen Aktualisierung überlassen, sondern die Versionsnummer kontrollieren und einen ausstehenden Browser-Neustart durchführen.