Microsoft hat eine neue Vorschauversion von Windows 11 im Beta Channel veröffentlicht. Das Update mit der Build Nummer 26220.7752 basiert auf Version 25H2 und führt unter anderem eine fest integrierte Sysmon Funktion ein. Zusätzlich verbessert Microsoft die Stabilität von Datei Explorer, Cloud Speichernutzung und Outlook. Einige Neuerungen werden schrittweise verteilt, andere stehen sofort zur Verfügung.
Neue Vorschauversion für Windows Insider
Mit der aktuellen Insider Preview erhalten Tester im Beta Channel Zugriff auf neue Funktionen und Fehlerbehebungen. Wie üblich unterscheidet Microsoft zwischen sofort aktiven Verbesserungen und Änderungen, die nur für Nutzer sichtbar sind, die in den Windows Update Einstellungen die Option für die neuesten Updates aktiviert haben.
Die Build 26220.7752 gehört zur kommenden Windows 11 Version 25H2 und dient dazu, neue Funktionen unter realen Bedingungen zu prüfen, bevor sie in einer stabilen Version erscheinen.
Sysmon jetzt direkt in Windows 11 integriert
Die wichtigste Neuerung dieser Version ist die native Unterstützung von Sysmon. Bisher musste das Tool separat über die Sysinternals Sammlung installiert werden. Nun ist es als optionales Windows Feature direkt im System enthalten.
Sysmon protokolliert detaillierte Systemereignisse. Dazu zählen unter anderem Prozessstarts, Netzwerkverbindungen und Dateiaktivitäten. Diese Informationen werden im Windows Ereignisprotokoll gespeichert und können von Sicherheitslösungen oder internen Überwachungssystemen genutzt werden. Vor allem in Unternehmen hilft Sysmon dabei, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.
Wichtig: Nach der Installation ist Sysmon standardmäßig deaktiviert und muss manuell eingeschaltet werden.
So aktivieren Sie Sysmon in Windows 11
Es gibt zwei einfache Wege, um das integrierte Sysmon Feature einzuschalten.
Aktivierung über die Einstellungen
- Öffnen Sie die Einstellungen und wechseln Sie zu System.
- Dort wählen Sie Optionale Features.
- Anschließend Weitere Windows Features.
- Aktivieren Sie den Eintrag Sysmon und bestätigen Sie die Änderung.
Aktivierung per PowerShell oder Eingabeaufforderung
Alternativ können Sie folgenden Befehl verwenden:
Dism /Online /Enable-Feature /FeatureName:Sysmon
Nach der Aktivierung muss Sysmon initialisiert werden. Dies geschieht mit dem Befehl:
sysmon -i
Falls bereits eine ältere Sysmon Version aus der Sysinternals Sammlung installiert ist, sollte diese vorher entfernt werden. Die Funktionen bleiben identisch, jedoch ist die neue Integration besser in Windows eingebunden. Microsoft plant zudem, die offizielle Dokumentation direkt ins Betriebssystem zu integrieren.
Sprachsteuerung erhält Unterstützung für Niederländisch
Mit diesem Update wird die Sprachsteuerung um die niederländische Sprache erweitert. Nutzer aus den Niederlanden können Voice Access nun vollständig in ihrer Landessprache verwenden. Weitere Sprachoptionen wurden in dieser Version nicht ergänzt.
Verbesserungen im Datei Explorer
Microsoft hat mehrere Fehler im Datei Explorer behoben, die in vorherigen Versionen gemeldet wurden. Dazu gehören:
- Verbesserte Tastaturnavigation und zuverlässigere Nutzung von Zugriffstasten
- Fehlerbehebung beim Umbenennen individuell benannter Ordner
- Korrektur fehlender Symbole und Hinweistexte bei der Funktion Zu Favoriten hinzufügen
Diese Änderungen sollen die tägliche Arbeit mit Dateien spürbar vereinfachen.
Mehr Stabilität bei Cloud Diensten und Outlook
Ein weiteres wichtiges Problem betraf Anwendungen, die auf Dateien in Cloud Speichern wie OneDrive oder Dropbox zugreifen. In bestimmten Situationen konnten Programme einfrieren oder nicht mehr reagieren. Dieses Verhalten wurde nun korrigiert.
Auch bei Outlook gab es Schwierigkeiten, wenn PST Dateien auf OneDrive gespeichert waren. Teilweise kam es zu wiederholtem Neuladen oder zu kompletten Blockaden der Anwendung. Mit dem aktuellen Update soll dieses Problem nicht mehr auftreten.
Was Insider jetzt beachten sollten
Wer neue Funktionen möglichst früh ausprobieren möchte, sollte in den Windows Update Einstellungen die Option zum Erhalt der neuesten Updates aktivieren. So werden neue Features schneller freigeschaltet.
Nutzer, die Wert auf eine stabilere Umgebung legen, können diese Einstellung deaktiviert lassen. In diesem Fall erscheinen Neuerungen erst, wenn sie umfassender getestet wurden.
Wie bei allen Beta Versionen gilt: Funktionen können sich noch ändern oder unter Umständen nicht in die finale Version von Windows 11 übernommen werden. Tester helfen mit ihrem Feedback dabei, die Qualität des Systems weiter zu verbessern.