GTA 6: Neue Spekulationen um den Quellcode, Beweise fehlen weiter

Rund um GTA 6 kursieren erneut Gerüchte über einen möglichen Leak des Quellcodes. Auslöser sind unbestätigte Chat-Ausschnitte, die online Arion Kurtaj zugeschrieben werden, dem Täter hinter dem großen Rockstar Vorfall von 2022. Eine offizielle Bestätigung von Rockstar Games oder Take-Two gibt es dafür nicht. Genau deshalb ist die Lage aktuell klarer als viele Schlagzeilen vermuten lassen: Es gibt neue Spekulationen, aber weiterhin keine öffentlich belegten Dateien, Code-Fragmente oder Build-Daten, die einen frischen Quellcode-Leak tatsächlich nachweisen.

Was hinter dem neuen GTA-6-Gerücht steckt

Die neue Welle an Spekulationen geht auf Beiträge zurück, die zuerst über Social-Media-Posts und anschließend über Gaming Seiten verbreitet wurden. In den zitierten Nachrichten wirkt Kurtaj überrascht darüber, dass der Quellcode von GTA 6 bislang nicht öffentlich aufgetaucht sei, und deutet an, dass er „definitiv irgendwo“ existieren müsse. Genau an diesem Punkt endet aber auch die belastbare Aussagekraft. Selbst die Berichte, die die Chats aufgreifen, weisen darauf hin, dass dafür keine Belege vorliegen und dass Rockstar, Take-Two sowie britische Behörden die Echtheit dieser Kommunikation bisher nicht bestätigt haben.

Hinzu kommt ein zweiter ungeklärter Punkt. In mehreren Berichten heißt es, Kurtaj habe trotz seiner Unterbringung oder Haft wieder online kommuniziert, angeblich über ein eingeschmuggeltes Smartphone. Auch das ist derzeit kein offiziell bestätigter Fakt, sondern Teil der online kursierenden Darstellung. Für die Einordnung ist das wichtig, weil sich der aktuelle Fall fast vollständig aus unbestätigten Screenshots, weitergereichten Aussagen und Deutungen speist, nicht aus einer nachprüfbaren Veröffentlichung von GTA 6 Material.

Warum das Thema trotzdem ernst genommen wird

Ganz aus der Luft gegriffen kommt die Nervosität dennoch nicht. Rockstar bestätigte schon im September 2022 offiziell eine „Netzwerk-Intrusion“, bei der ein unbefugter Dritter vertrauliche Informationen aus den Systemen des Studios heruntergeladen habe, darunter frühes Entwicklungsmaterial zum nächsten Grand Theft Auto. Reuters berichtete später, dass Arion Kurtaj von einer Londoner Jury im Zusammenhang mit den Angriffen auf Rockstar, Uber und Revolut schuldig gesprochen wurde und im Dezember 2023 auf unbestimmte Zeit in ein Krankenhaus eingewiesen wurde, nachdem Fachleute ihn als weiterhin hochriskant eingestuft hatten. Der 2022er Vorfall war also real, schwerwiegend und groß genug, um bis heute jede neue Behauptung rund um interne Daten von GTA 6 sofort aufzuladen.

Der Unterschied zur aktuellen Situation ist aber entscheidend. 2022 gab es mehr als 90 Videos aus einer frühen Entwicklungsphase, deren Echtheit Rockstar selbst bestätigte. Im März 2026 gibt es bislang nur ein neues Gerücht über möglichen Quellcode im Umlauf. Das ist für ein Spiel dieser Größenordnung sensibel, weil echter Quellcode deutlich heikler wäre als frühes Bildmaterial. Gleichzeitig gilt aber auch: Ohne echte Datenfunde bleibt das Thema vorerst ein Gerücht und kein bestätigter Sicherheitsvorfall. Rockstars offizieller Kurs hat sich öffentlich nicht verändert. Auf der offiziellen GTA-6-Seite steht das Spiel weiterhin mit Termin für den 19. November 2026.

Für Fans bedeutet das im Moment vor allem eines: Vorsicht vor der Dynamik von Leak-Erzählungen. Weil der 2022er Angriff echt war, wirken neue Behauptungen automatisch plausibel. Genau das macht sie aber noch nicht wahr. Solange Rockstar oder Take-Two nichts bestätigen und keine überprüfbaren technischen Daten auftauchen, ist die aktuelle Quellcode-Geschichte vor allem ein neues Gerücht mit altem Namen dahinter.