Intel bringt Core Ultra 7 270K Plus und 250K Plus für Gaming PCs

Intel hat mit dem Core Ultra 7 270K Plus und dem Core Ultra 5 250K Plus zwei neue Desktop Prozessoren für den Arrow Lake Refresh vorgestellt. Die neuen Chips gehören zur Core Ultra 200S Plus Serie und sollen vor allem Intels Stellung im Gaming Desktop Markt stärken. Der Verkaufsstart ist laut Intel für den 26. März 2026 geplant. Intel nennt für die Boxed Varianten 299 Dollar beim 270K Plus und 199 Dollar beim 250K Plus.

Mehr Kerne, schnellerer Speicherpfad und weiter dieselbe Plattform

Technisch setzt Intel nicht auf einen kompletten Neuanfang, sondern auf eine aufgefrischte Arrow Lake Plattform. Der Core Ultra 7 270K Plus kommt auf 24 Kerne mit 8 Performance Kernen und 16 Efficient Kernen, der Core Ultra 5 250K Plus auf 18 Kerne mit 6 Performance Kernen und 12 Efficient Kernen. Beim 270K Plus nennt Intel bis zu 5,5 GHz Turbo und 36 MB Smart Cache, beim 250K Plus bis zu 5,3 GHz und 30 MB Smart Cache. Dazu kommt laut Intel ein um bis zu 900 MHz schnellerer Die to Die Takt, der die Verbindung zwischen Prozessor und Speichercontroller beschleunigen und damit die Latenz senken soll. Beide Hardware Modelle unterstützen DDR5 7200 nativ. Außerdem bleiben bestehende 800er Mainboards kompatibel, während im Verlauf von 2026 weitere 800er Boards mit früher Unterstützung für 4 Rank CUDIMM erscheinen sollen.

Intel setzt beim Gaming stark auf das neue Binary Optimization Tool

Der spannendste Punkt ist Intels neue Software Komponente. Das Unternehmen führt mit den neuen Plus Modellen das Intel Binary Optimization Tool ein, das als binäre Optimierungsschicht in ausgewählten Spielen zusätzliche Leistung freisetzen soll. Laut Intel ist das Werkzeug als optionaler Teil im erweiterten Modus von Intel Application Optimization verfügbar und nur auf den neuen Plus Prozessoren sowie in unterstützten Titeln aktiv. Die bisher von Intel genannten Beispiele sind:

  • Shadow of the Tomb Raider: bis zu 39 Prozent mehr Leistung
  • Assassin’s Creed Shadows: rund 4 Prozent mehr Leistung
  • Far Cry 6: beim Core Ultra 5 250K Plus laut Intel bis zu 24 Prozent mehr Leistung
  • F1 25: beim Core Ultra 5 250K Plus laut Intel rund 8 Prozent mehr Leistung
  • Marvel’s Spider Man Remastered: beim Core Ultra 5 250K Plus laut Intel rund 8 Prozent mehr Leistung

Resident Evil Requiem nennt Intel in diesen CPU Beispielen bislang nicht. Das Spiel ist für Intel trotzdem relevant, weil der Hersteller Ende Februar bereits einen Arc Grafiktreiber mit offizieller Unterstützung und zusätzlichen Leistungsgewinnen für Requiem veröffentlicht hat. Laut Intel bringt der Treiber 32.0.101.8531 auf Arc B Series GPUs bis zu 7 Prozent mehr Bilder pro Sekunde bei 1080p Ultra und bis zu 6 Prozent bei 1440p Ultra. Für Arc A Series GPUs nennt Intel bei 1080p Ultra sogar bis zu 40 Prozent mehr Leistung. Requiem spielt für Intel also eher auf der Grafikseite schon jetzt eine Rolle, nicht bisher als Beispiel für das neue CPU Optimierungstool.

Genau hier liegt aber auch die offene Frage. Die bisher auffälligen Zahlen stammen aus Intels eigenen Tests mit sehr schnellen Referenzsystemen, darunter eine GeForce RTX 5090 und schnellem DDR5 Speicher. Erst unabhängige Benchmarks werden zeigen, wie groß der Vorsprung im Alltag wirklich ausfällt und wie stark der Effekt des Binary Optimization Tools außerhalb weniger ausgewählter Spiele trägt. Klar ist schon jetzt nur: Intel versucht mit Arrow Lake Refresh nicht den radikalen Neustart, sondern einen gezielten Gegenschlag über mehr E Kerne, höhere Speicheranbindung, niedrigere Einstiegspreise und zusätzliche Software Optimierung.