Die Sims 4 hat seit dem 17. März auf PC und Mac einen eigenen Marketplace. Gleichzeitig führt EA mit Moola eine neue Ingame-Währung ein. Maker Packs und Kits laufen dort künftig über ein neues Kaufsystem direkt im Spiel. Parallel bringt das Update mehr als 60 Fehlerbehebungen und Änderungen an der Sim-Autonomie. Der Start wird aber sofort von Kritik begleitet. Viele Spieler melden nach dem Patch Probleme mit Mods und Custom Content. Genau diese Mischung aus neuem Shop, neuer Währung und kaputten Mod-Ordnern macht das Update so brisant.
Neuer Sims 4 Marketplace und Moola
Der neue Marketplace ist in Die Sims 4 direkt ins Spiel eingebaut. Er sitzt im Hauptmenü und lässt sich auch während des Spiels per Einkaufswagen-Symbol öffnen. Dort verkauft EA ab sofort Maker Packs, Kits, Erweiterungen, Gameplay-Packs und Accessoires-Packs. Der entscheidende Unterschied liegt bei der Bezahlung. Maker Packs und Kits lassen sich nur noch mit Moola kaufen. Erweiterungspakete, Gameplay-Pakete und Accessoires-Pakete bleiben dagegen auch im Marketplace normale Käufe mit echtem Geld.
Moola ist eine rein gekaufte Währung. Sie lässt sich nicht im Spiel verdienen. Gekauft wird sie im Marketplace selbst, in der EA App, bei Steam oder im Epic Games Store. EA Play senkt den Preis um zehn Prozent. Teen-Konten brauchen zusätzliche Kauf-Freigaben der Eltern. Für PC- und Mac-Spieler ist außerdem ein sehr wichtiger Punkt neu: Kits lassen sich seit dem 17. März nicht mehr über andere Wege kaufen, sondern nur noch über den Marketplace mit Moola. Für Konsolen gilt das noch nicht. Dort startet der Marketplace erst in den kommenden Monaten.
EA positioniert den Marketplace als sichere Alternative zu klassischem CC-Download. Maker Packs stammen von ausgewählten Creators aus dem offiziellen Sims-Maker-Programm. Sie sollen qualitätsgeprüft und frei von Malware sein. Die Packs variieren laut EA von drei bis 50 Objekten oder CAS-Teilen. Zugleich fällt aber sofort auf, warum viele Spieler skeptisch reagieren: Moola ist nicht erstattbar, Maker Packs und Kits sind im Marketplace ebenfalls grundsätzlich nicht erstattbar, und das neue System bringt bezahlte Creator-Inhalte viel stärker ins Zentrum des Spiels als früher.
Sims 4 Mods und CC
EA betont, dass Mods und Custom Content weiter wie bisher genutzt werden können. In der Praxis lief der Start des Marketplace aber sofort holprig. Schon am Patch-Tag meldeten viele Spieler, dass .package-Dateien, CC und Mods nicht mehr korrekt geladen werden oder im Spiel verschwunden wirken. Auf den offiziellen EA-Foren und in der laufenden Sims-Berichterstattung häufen sich Beschwerden, dass Kleidung, Haare und andere Custom-Content-Elemente nach dem Update nicht mehr sichtbar sind.
Die Sims Direct Communications hat das Problem öffentlich bestätigt und erklärt, dass das Team Berichte über nicht ladende Mods und CC untersucht. Das ist ein wichtiger Unterschied. Es geht nicht nur um den üblichen Effekt, dass größere Sims-Patches Mod-Frameworks kurzzeitig beschädigen. Die aktuelle Kritik ist breiter. Ein Teil der Community hat den Eindruck, dass der neue Marketplace tiefer in das bestehende CC-Ökosystem eingreift als ein normaler Patch. Noch ist offen, wie groß das Problem am Ende wirklich ausfällt. Klar ist aber schon jetzt, dass der Start des Marketplace für viele Mod-Spieler nicht sauber verlaufen ist.
Patch und Fixes
Abseits des Marketplace bringt der 17.-März-Patch auch einen großen Block an Fehlerbehebungen. EA spricht von mehr als 60 Fixes und Verbesserungen. Besonders sichtbar sind Änderungen an der Sim-Autonomie. Sims sollen seltener wahllos mit Fremden flirten, weniger obsessiv bestimmte Objekte nutzen und sich im Alltag etwas plausibler verhalten. Auch das bekannte Problem mit zufälligen Liegestützen und Sit-ups wurde gezielt angegangen. Dazu kommen allgemeine Bugfixes, Anpassungen bei Tieren, Build/Buy-Tags und neue Speicheroptionen für Marketplace-Inhalte, die ohne Neustart verfügbar sein sollen.
Unterm Strich ist das Update deshalb größer als ein gewöhnlicher Sims-Patch. EA hat nicht nur ein paar Fehler beseitigt, sondern ein neues Geschäftsmodell direkt in Die Sims 4 eingebaut. Für einen Teil der Spieler ist das interessant, weil Creator-Inhalte leichter, sicherer und direkter erreichbar werden. Für einen anderen Teil ist genau diese Gaming News der Beginn einer neuen Monetarisierungsstufe, die Mods, CC und kostenlose Community-Inhalte unter Druck setzen könnte. Die ersten Reaktionen zeigen schon jetzt, dass der Marketplace nicht nur eine neue Funktion ist, sondern ein echter Streitpunkt für die Zukunft von Die Sims 4.