Kali Linux 2026.1 ist da und bringt acht neue Tools sowie einen BackTrack Modus

Kali Linux 2026.1 ist veröffentlicht und kombiniert mehrere größere Änderungen in einem Release. Die neue Version bringt das jährliche Theme Refresh, einen neuen BackTrack Modus für Kali Undercover, acht neue Sicherheitswerkzeuge, 25 neue Pakete, 183 Updates und einen Sprung auf den 6.18er Kernel-Zweig. In den offiziellen Upgrade-Hinweisen zeigt das Kali-Team für 2026.1 konkret einen Kernelstand von 6.18.12 auf Kali amd64.

Acht neue Tools landen in den Repositories

Das Kali-Team nennt für 2026.1 diese acht neuen Tools:

  • AdaptixC2 — erweiterbares Framework für Post-Exploitation und adversarielle Emulation
  • AtomicOperator — führt Atomic Red Team Tests über mehrere Betriebssystemumgebungen hinweg aus
  • Fluxion — Werkzeug für Security Auditing und Social-Engineering-Forschung
  • GEF — moderne Erweiterung für GDB mit erweiterten Debugging-Funktionen
  • MetasploitMCP — MCP-Server für Metasploit
  • SSTImap — automatische Erkennung von Server-Side Template Injection mit interaktiver Oberfläche
  • WPProbe — schnelles Tool zur Auflistung von WordPress-Plugins
  • XSStrike — fortgeschrittener Scanner für Cross-Site Scripting

Für Kali-Nutzer ist das kein kleines Zwischenupdate. Das Release erweitert nicht nur das Standardarsenal, sondern streut neue Werkzeuge über mehrere typische Arbeitsfelder von Pentesting und Security Research, von Post-Exploitation über Web-Sicherheit bis zu Debugging und WordPress-Aufklärung. Zusammen mit 25 neuen Paketen und 183 aktualisierten Paketen ist 2026.1 damit ein substanzieller Wartungs- und Ausbau-Release.

BackTrack Modus bringt die frühere Oberfläche zurück

Der zweite auffällige Punkt ist der neue BackTrack Modus für kali-undercover. Das Kali-Team begründet ihn mit dem 20. Jubiläum von BackTrack Linux, dem Vorgänger von Kali. Der Modus bildet das Aussehen von BackTrack 5 nach, inklusive Wallpaper, Farben und Fenster-Themes. Aktivieren lässt er sich direkt im Menü oder per kali-undercover –backtrack. Derselbe Befehl schaltet wieder auf die normale Kali-Oberfläche zurück.

Dazu kommt das übliche erste Release des Jahres mit neuem Look. Laut dem offiziellen Blog wurden Boot-Menü, grafischer Installer, Login-Ansicht und Desktop-Wallpaper überarbeitet. Auch die Boot-Animation für Live-Images wurde korrigiert, damit sie nicht mehr nur am Anfang hängen bleibt, sondern sauber neu durchläuft, wenn der Start länger dauert.

NetHunter bekommt Fixes, ein bekanntes Problem bleibt aber offen

Im NetHunter-Bereich nennt Kali mehrere kleinere, aber praktische Fixes, darunter Korrekturen für den WPS-Scan-Bug, den HID-Permissions-Check und ein Problem mit dem Zurück-Button. Gleichzeitig weist das Team auf einen offenen bekannten Fehler im kali-tools-sdr Metapaket hin. Teile des GNU-Radio-Ökosystems funktionieren in 2026.1 derzeit nicht sauber, darunter gr-air-modes und gqrx-sdr. Laut Kali soll das voraussichtlich im nächsten Release korrigiert werden.

Für bestehende Installationen empfiehlt Kali weiter das übliche Rolling-Upgrade per apt update und full-upgrade. Neue ISOs stehen bereits für frische Installationen und Live-Systeme bereit. Wer schon auf Kali läuft, kann nach dem Upgrade mit grep VERSION /etc/os-release prüfen, ob 2026.1 korrekt installiert wurde.