Microsoft gibt den Namen Microsoft Gaming auf und führt Xbox wieder als zentrale Bezeichnung für seine Gaming Sparte ein. Die Änderung geht aus einer Mitteilung auf Xbox Wire vom 23. April 2026 hervor. Asha Sharma und Matt Booty erklären darin, dass Microsoft Gaming die interne Struktur beschreibt, aber nicht den Anspruch der Sparte. Der neue Name soll Xbox wieder als sichtbare Identität für Konsolen, PC Spiele, Cloud Gaming, Studios und Dienste stärken. Der Schritt folgt zwei Tage nach neuen Game Pass Preisen und einer Änderung bei künftigen Call of Duty Veröffentlichungen im Abo.
Microsoft stellt die Gaming Sparte wieder unter die Marke Xbox
Microsoft hatte den Begriff Microsoft Gaming nach der stärkeren Bündelung seiner Spielbereiche genutzt. Der Name passte zur Unternehmensstruktur mit Xbox, Bethesda, Activision Blizzard, PC Gaming, Cloud Gaming und mobilen Ambitionen. Für Spieler blieb Xbox aber die klarere Marke. Die neue Mitteilung korrigiert diese Trennung. Microsoft stellt wieder Xbox in den Mittelpunkt und nutzt den Namen als gemeinsames Dach für das gesamte Gaming Geschäft.
Die Mitteilung trägt den Titel „We Are Xbox“ und richtet sich an Mitarbeiter der Sparte. Microsoft beschreibt Xbox darin als Marke mit mehr als 500 Millionen Spielern weltweit. Das Unternehmen nennt vier Prioritäten für den nächsten Abschnitt: Hardware, Inhalte, Nutzererlebnis und Dienste. Diese Punkte zeigen, dass die Umbenennung kein einzelner Marketing Schritt ist. Microsoft verbindet den Namen Xbox mit einem breiteren Umbau der internen Ziele.
Asha Sharma setzt damit ein anderes Signal als die frühere Plattformkommunikation rund um Microsoft Gaming. Der alte Name stellte die Konzernstruktur in den Vordergrund. Der neue Name stellt die Spieler Marke in den Vordergrund. Xbox soll wieder stärker als Identität wirken und nicht nur als ein Bereich innerhalb von Microsoft. Das ist besonders wichtig, weil Microsoft Gaming in den vergangenen Jahren stärker auf Reichweite über mehrere Geräte, Cloud Zugriff und Abodienste gesetzt hatte.
Der Kurs schließt die Plattformstrategie aber nicht aus. Microsoft nennt weiterhin Konsole, PC, mobile Märkte und Cloud Gaming als relevante Bereiche. Xbox wird dadurch nicht nur als Konsolenmarke positioniert. Der Name soll vielmehr die gesamte Spielestrategie tragen. Microsoft versucht damit, die bekannte Marke Xbox mit einer breiteren Geräte und Dienste Strategie zu verbinden.
Die Änderung folgt auf eine Phase mit Kritik an der Xbox Ausrichtung. Spieler diskutierten über schwächere Konsolenverkäufe, Multiplattform Veröffentlichungen, steigende Game Pass Preise und die Rolle exklusiver Xbox Spiele. Microsoft nennt in der Mitteilung auch konkrete Schwachstellen bei PC Präsenz, Personalisierung, sozialen Funktionen, Suche, Preisen und Konsolenfunktionen. Das Unternehmen beschreibt diese Punkte nicht als Randthemen. Sie gehören sichtbar zum neuen Xbox Kurs.
Game Pass Preise und Call of Duty zeigen den neuen Xbox Kurs
Der Markenwechsel kommt direkt nach neuen Konditionen für den Xbox Game Pass. Microsoft senkt Xbox Game Pass Ultimate in den USA von 29,99 auf 22,99 US Dollar pro Monat. PC Game Pass sinkt von 16,49 auf 13,99 US Dollar pro Monat. Die Preise können je nach Region abweichen. Microsoft reagiert damit auf Kritik an den höheren Abo Kosten und stellt den Dienst wieder stärker als zugängliches Angebot dar.
Die Preissenkung bringt aber eine wichtige Änderung bei Call of Duty. Neue Teile der Reihe erscheinen künftig nicht mehr am Veröffentlichungstag in Xbox Game Pass Ultimate oder PC Game Pass. Microsoft will kommende Call of Duty Spiele erst während der folgenden Weihnachtssaison in den Dienst aufnehmen. Das entspricht ungefähr einem Jahr nach dem Marktstart. Bereits verfügbare Call of Duty Titel bleiben im Game Pass Katalog.
Diese Änderung ist strategisch relevant, weil Call of Duty zu den wichtigsten Marken aus der Activision Blizzard Übernahme gehört. Microsoft hatte den Wert des Game Pass lange über große Veröffentlichungen am ersten Tag gestärkt. Die neue Regel trennt künftige Call of Duty Starts wieder stärker vom Abo Modell. Spieler erhalten dadurch niedrigere monatliche Preise, verlieren aber den direkten Zugriff auf neue Teile dieser Reihe.
Die neue Xbox Führung prüft außerdem die Rolle von Exklusivität, Release Fenstern und KI. Microsoft hat in den vergangenen Jahren mehrere eigene Spiele auch auf anderen Plattformen veröffentlicht. Diese Strategie brachte zusätzliche Reichweite und Umsatz, schwächte aber für manche Spieler den klassischen Wert einer Xbox Konsole. Die aktuelle Neubewertung bedeutet keine vollständige Rückkehr zu alter Exklusivität. Sie zeigt aber, dass Microsoft die Balance zwischen Konsolenidentität, PC Geschäft und Multiplattform Umsatz neu bewertet.
Für Spieler entsteht damit ein gemischtes Bild. Xbox wird als Marke wieder klarer. Game Pass Ultimate und PC Game Pass werden günstiger. Neue Call of Duty Spiele starten aber nicht mehr direkt im Abo. Microsoft stellt außerdem tägliche aktive Spieler stärker in den Mittelpunkt. Diese Leitmetrik zeigt, dass Xbox künftig weniger über reine Hardware Verkäufe und stärker über Nutzung, Dienste und langfristige Bindung bewertet wird.
Microsoft hat keine weiteren strukturellen Änderungen für die Xbox Sparte angekündigt. Die neue Namensgebung setzt dennoch ein klares Signal. Xbox soll wieder die sichtbare Identität des Gaming Geschäfts sein. Microsoft Gaming verschwindet als öffentliche Bezeichnung. Die eigentliche Frage für Spieler bleibt, wie stark der neue Kurs Konsolen, Game Pass, PC Releases und Exklusivspiele in den kommenden Monaten verändert.