Multi-Slides ist eine Windows-App für Nutzer, die mehrere Monitore gezielt mit eigenen Bild-Diashows bespielen möchten. Die App kann Bilder auf einem oder mehreren angeschlossenen Displays anzeigen, wahlweise synchron oder unabhängig pro Bildschirm. Jeder Monitor kann einen eigenen Ordner, ein eigenes Wechselintervall und eigene Übergänge erhalten. Für Windows-Software ist Multi-Slides interessant, weil die App ein sehr spezielles Multi-Monitor-Problem ohne Abo, ohne Telemetrie und ohne Cloud-Anbindung lösen will.
Der Entwickler Korye Creations beschreibt Multi-Slides als native Windows-App. Sie basiert laut Produktseite auf C++ und hardwarebeschleunigtem Rendering. Die Übergänge werden per Direct2D auf der GPU gerendert. Damit grenzt sich die App bewusst von Electron-Programmen und browserbasierten Wrappern ab. Multi-Slides ist im Microsoft Store erhältlich, bietet eine kostenlose Testphase und wird als Einmalkauf angeboten.
Wo Multi-Slides mehr kann als die Windows-Diashow
Windows kann Hintergrundbilder wechseln und einfache Diashows anzeigen. Für ein einzelnes Display reicht das oft aus. Komplizierter wird es, wenn mehrere Bildschirme jeweils eigene Inhalte zeigen sollen. Genau hier setzt Multi-Slides an. Die Multi-Slides App kann auf jedem Monitor eine eigene Diashow starten. Ein Display kann zum Beispiel Produktbilder zeigen, ein zweiter private Fotos und ein dritter wechselnde Wallpaper.
Alternativ kann derselbe Ordner auf allen Displays in synchroner Form laufen. Das ist nützlich für Präsentationen, kleine Ausstellungsflächen, Schaufenster, Fotostudios oder Arbeitsplätze mit mehreren Bildschirmen. Korye Creations nennt Fotografen, kleine Digital-Signage-Setups und Nutzer mit zwei, drei oder vier Monitoren als Zielgruppe.
Ein praktischer Unterschied liegt im Startvorgang. Multi-Slides kann laut Produktseite direkt aus dem Datei-Explorer heraus gestartet werden. Nutzer klicken mit der rechten Maustaste auf einen Ordner und wählen Play with Multi-Slides. Damit entfällt der Umweg über eine separate Importfunktion. Die App liest Bilder aus dem gewählten Ordner und zeigt sie auf den zugewiesenen Displays an.
| Funktion | Multi-Slides | Warum es relevant ist |
|---|---|---|
| Monitorsteuerung | eigene Ordner und Intervalle pro Monitor | besser für Multi-Monitor-Setups als einfache Windows-Diashows |
| Datei-Explorer-Start | Rechtsklick auf einen Ordner genügt | schneller Start ohne Importaufwand |
| Übergänge | Fade, Slide, Rotate und Checkerboard per Direct2D | flüssige Darstellung auch auf 4K-Displays |
| Bildformate | JPG, PNG, BMP, GIF, TIFF und weitere Windows-Formate | nutzt Windows' eingebaute Imaging-Komponenten |
| Speicherverwaltung | konfigurierbarer Bildcache mit MB-Budget | schützt RAM und VRAM bei großen Sammlungen |
| Internetzugriff | laut Anbieter keine Serverkontakte und keine Telemetrie | wichtig für lokale Fotoarchive |
| Preismodell | Einmalkauf mit kostenloser Testphase | kein Abo und kein Pro-Tier laut Anbieter |
Wie die App im Alltag eingerichtet wird
Der Einstieg beginnt mit der Installation aus dem Microsoft Store. Danach wählen Nutzer die Ordner aus, die als Bildquellen dienen sollen. Wer mehrere Displays getrennt nutzen möchte, legt am besten pro Bildschirm einen eigenen Ordner an. Das kann zum Beispiel ein Ordner für Familienfotos, ein Ordner für Produktbilder und ein Ordner für Wallpaper sein.
Danach wird festgelegt, welcher Monitor welchen Ordner verwendet. Für jeden Bildschirm kann ein eigenes Wechselintervall eingestellt werden. Langsame Wechsel eignen sich für Hintergrundbilder im Homeoffice oder Studio. Kürzere Intervalle passen eher zu Ausstellungen, Schaufenstern oder dynamischen Präsentationsflächen.
Multi-Slides bietet mehrere Übergänge. Die Produktseite nennt Fade, Slide, Rotate und Checkerboard. Die Übergänge laufen GPU-beschleunigt über Direct2D. Für ruhige Arbeitsplätze dürften dezente Übergänge sinnvoll sein. Auffälligere Effekte passen eher zu Showrooms oder Präsentationen.
Wichtig ist auch die Speicherverwaltung. Korye Creations nennt einen konfigurierbaren Cache mit MB-Budget. Das soll verhindern, dass sehr große Bildsammlungen den Arbeitsspeicher oder Grafikspeicher sprengen. Auf der Produktübersicht nennt der Entwickler sogar große Fotoordner als Beispiel für diesen Ansatz. Für Nutzer mit vielen Bildern ist das ein zentraler Punkt.
Datenschutz und lokale Verarbeitung
Multi-Slides arbeitet laut Datenschutzerklärung vollständig lokal. Die App liest Bilder nur aus Ordnern, die Nutzer ausdrücklich auswählen. Einstellungen wie Ordner, Intervalle, Übergänge und Cachegröße werden im lokalen App-Speicher von Windows abgelegt. Ein kurzfristiger Cache für bereits dekodierte Bilder bleibt ebenfalls lokal auf dem Gerät.
Korye Creations schreibt außerdem, dass Multi-Slides keine Bilder, Ordnerpfade oder Einstellungen vom Computer überträgt. Die App soll keine Analysefunktionen, keine Telemetrie, keine Nutzungsstatistiken und keine Serverkontakte verwenden. Der Anbieter formuliert es besonders deutlich: Multi-Slides greift nicht auf das Internet zu und fordert diese Fähigkeit laut Produktseite nicht einmal an.
Davon getrennt arbeitet der Microsoft Store. Kauf, Installation, Updates, Lizenzierung und mögliche Store-Crashberichte laufen über Microsoft. Das ist für Store-Apps normal, sollte aber nicht mit der eigentlichen Datenverarbeitung innerhalb von Multi-Slides verwechselt werden.
Systemanforderungen und Preis
Die Systemanforderungen sind moderat. Korye Creations nennt Windows 10 Version 1809 oder neuer sowie Unterstützung für Windows 11. Außerdem wird eine DirectX-11-fähige GPU vorausgesetzt. Integrierte Grafiklösungen sollen ausreichen. Der Speicherbedarf liegt bei rund 100 MB. Die App funktioniert laut Produktseite mit einem Monitor oder mit so vielen Monitoren, wie Windows ansteuern kann.
Beim Geschäftsmodell setzt Korye Creations auf einen Einmalkauf. Laut Produktseite gibt es kein Abo, keine In-App-Käufe und keinen Multi-Slides Pro-Tier. Der Entwickler formuliert es als Kauf der vollständigen App. Im Microsoft Store gibt es eine kostenlose Testphase, damit Nutzer prüfen können, ob Multi-Slides mit dem eigenen Monitor-Setup funktioniert.
Zusätzliche Verkaufskanäle wie itch.io oder Ko-fi könnten laut Produktseite später folgen, wenn die Store-Version stabil läuft. Das wäre vor allem für Nutzer interessant, die lieber direkt beim Entwickler kaufen möchten. Aktuell bleibt der Microsoft Store die offizielle Anlaufstelle.
Was vor dem Einsatz geprüft werden sollte
Die kostenlose Testphase ist bei Multi-Slides besonders wichtig. Multi-Monitor-Setups unterscheiden sich stark. Nutzer sollten prüfen, ob die App mit ihrer Display-Reihenfolge, Skalierung, Auflösung und Ausrichtung korrekt arbeitet. Das gilt besonders für gemischte Setups mit 4K-Monitoren, Hochformat-Displays, Dockingstations, mehreren Grafikausgängen oder älteren Bildschirmen.
Auch Energiesparregeln verdienen einen Test. Wer Multi-Slides dauerhaft im Hintergrund laufen lässt, sollte kontrollieren, wann Windows die Bildschirme abschaltet, ob Sperrbildschirm oder Standby eingreifen und ob die App nach einem Neustart erwartbar reagiert. Für OLED-Nutzer kann wechselnder Bildinhalt sinnvoll sein, ersetzt aber keine Herstellerempfehlungen gegen Einbrennen.
Für Präsentationen oder kleine Digital-Signage-Setups empfiehlt sich ein Test mit echten Bildordnern. Wichtig sind Ladezeiten, Übergänge, Bildformate und die Wirkung auf jedem einzelnen Display. Multi-Slides unterstützt laut Produktseite JPG, PNG, BMP, GIF, TIFF und alles, was Windows’ eingebaute Imaging-Komponente unterstützt. Trotzdem können besonders große Dateien oder ungewöhnliche Formate im Einzelfall geprüft werden.
Hinweis zu unabhängigen Entwicklerprojekten
Multi-Slides stammt von Korye Creations, einem unabhängigen Entwickler aus Großbritannien. Ghacks kann solche Projekte redaktionell vorstellen und unabhängige Entwickler sichtbar machen. Eine Garantie für Funktion, Sicherheit, Datenschutz, Support, künftige Updates oder langfristige Verfügbarkeit ist damit aber nicht verbunden.
Nutzer sollten Apps unabhängiger Entwickler nur aus offiziellen Quellen beziehen, die Store-Seite prüfen und die Testphase nutzen. Wer vertrauliche Bildordner, Kundenmaterial oder interne Präsentationen verwendet, sollte zusätzlich die Datenschutzerklärung lesen und zunächst mit unkritischen Ordnern testen.
Multi-Slides wirkt besonders sinnvoll, wenn mehrere Monitore regelmäßig unterschiedliche Bilder anzeigen sollen. Für gelegentliche Diashows reichen Windows-Bordmittel oft aus. Für unabhängige Bildrotation pro Display, GPU-beschleunigte Übergänge, lokale Verarbeitung und ein klares Einmalkaufmodell bietet Multi-Slides aber einen fokussierten Mehrwert.