CONNECTED Berlin 2026: Der KI-Realitätstest für Microsoft- und SAP-Landschaften

Die CONNECTED Conference Berlin 2026 findet heute in Berlin statt und richtet sich an Entscheider, die KI nicht mehr nur testen, sondern produktiv einsetzen wollen. Der wichtigste Unterschied zu vielen KI-Veranstaltungen liegt im Fokus: Es geht nicht um Hype, sondern um Wirtschaftlichkeit, Integration, Governance, Daten und konkrete nächste Schritte.

Für KI und Software in Unternehmen ist das relevant, weil viele Projekte inzwischen an der gleichen Stelle hängen. Die Tools sind verfügbar, die Pilotprojekte laufen, aber die Frage nach messbarem Nutzen, Betrieb und sauberer Einbettung in bestehende Systeme bleibt offen.

Genau dort setzt CONNECTED an. Die Berliner Ausgabe nennt Microsoft, SAP und Unternehmen mit Praxiserfahrung als zentrale Bezugspunkte. Die Veranstaltung ist als Präsenzformat ausgelegt und findet im ALICE Rooftop & Garden in der Kantstraße statt.

Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Die Konferenz läuft am selben Tag wie der bundesweite Digitaltag 2026 mit Fokus auf digitale Sicherheit. Während der Digitaltag breite digitale Teilhabe adressiert, richtet sich CONNECTED an Unternehmensentscheider mit Budget-, Strategie- und Umsetzungsverantwortung.

Warum CONNECTED den KI-Hype auf die Kostenfrage herunterbricht

Der Kern der Veranstaltung ist unbequem, aber wichtig: Wann lohnt sich KI wirklich? Viele Unternehmen haben 2025 erste Experimente gestartet, interne Chatbots getestet, Copilot-Lizenzen geprüft oder eigene Datenquellen angebunden. 2026 reicht das nicht mehr. Entscheider müssen wissen, welche Initiativen sich rechnen und welche nur Budget verbrennen.

Ein Expertenforum widmet sich genau dieser Wirtschaftlichkeit. Es geht um sichtbare und versteckte Kosten, messbaren Mehrwert, Priorisierung mehrerer KI-Initiativen und die Frage, wann KI zum Profit Center wird oder Cost Center bleibt. Das ist der richtige Blickwinkel für Unternehmen, die nach dem ersten Pilotprojekt nicht in eine teure Dauerbaustelle rutschen wollen.

Der zweite große Block betrifft die Umsetzung. KI-Agenten, digitale Kollegen und automatisierte Assistenzsysteme klingen attraktiv. In der Praxis zählen aber Berechtigungen, Datenzugriff, Haftung, Prozessintegration und Kontrolle. Ein Agent, der in einem isolierten Demo-Szenario funktioniert, ist noch kein belastbarer Bestandteil einer Unternehmensarchitektur.

Deshalb ist die Microsoft- und SAP-Klammer wichtig. Viele deutsche Unternehmen arbeiten mit Microsoft 365, Azure, Teams, Power Platform, SAP ERP, SAP Integration Suite oder SAP-Datenlandschaften. KI muss dort hinein, nicht daneben. Ein zusätzlicher Chatbot ohne Verbindung zu Prozessen, Rollen und Daten erzeugt selten nachhaltigen Nutzen.

ThemaCONNECTED-FokusWarum es für Unternehmen zählt
WirtschaftlichkeitWelche KI-Initiativen rechnen sich wirklichVerhindert teure Fehlinvestitionen
KI-AgentenWas digitale Kollegen heute übernehmen könnenTrennt Demo von produktivem Einsatz
Daten und ReifegradWelche Voraussetzungen erfolgreiche KI brauchtDatenqualität entscheidet über Nutzen
Use CasesWo Unternehmen sinnvoll startenQuick Wins brauchen Priorisierung
IntegrationWie Microsoft- und SAP-Landschaften zusammenwirkenKI braucht Anschluss an Bestandssysteme
GovernanceWie Betrieb, Kontrolle und Skalierung gelingenOhne Regeln steigt Risiko
UnternehmenswissenWie interne Daten sicher nutzbar werdenWissen ist wertvoll, aber sensibel
TransformationWie KI Rollen, Prozesse und Geschäftsmodelle verändertKI wird Organisationsfrage statt Tool-Frage

Auch der Datenblock ist zentral. Viele KI-Projekte scheitern nicht am Modell, sondern an Datenqualität, Datenzugriff, Prozessbrüchen und unklaren Verantwortlichkeiten. Ein Unternehmen kann das beste Modell einkaufen und trotzdem scheitern, wenn Dokumente, Berechtigungen und Stammdaten nicht zusammenpassen.

Das Forum zu Unternehmenswissen greift genau diesen Punkt auf. Interne Daten und Erfahrungen sind ein wertvolles Asset, aber auch ein Risiko. Wenn KI auf vertrauliche Dokumente, Projektwissen oder Kundendaten zugreift, müssen Berechtigungen, Datensouveränität und geistiges Eigentum sauber geklärt sein.

Microsoft und SAP machen Unternehmens-KI zur Integrationsfrage

Die wichtigsten KI-Entscheidungen fallen selten nur im Modell. Sie fallen dort, wo Geschäftsprozesse, Datenplattformen, ERP-Systeme, Zusammenarbeit und Automatisierung verbunden werden. Genau deshalb ist die Verbindung von Microsoft- und SAP-Landschaften für viele Unternehmen entscheidend.

Microsoft drängt KI über Copilot, Azure AI, Teams, Fabric und Power Platform tiefer in den Arbeitsalltag. SAP arbeitet parallel daran, KI näher an Geschäftsprozesse, ERP-Daten und Unternehmensentscheidungen zu bringen. Für Entscheider entsteht daraus eine strategische Frage: Wo liegt die führende Intelligenzschicht, und wie bleiben Daten, Prozesse und Governance kontrollierbar?

Microsoft Teams mit automatischem WLAN-Check-in zeigt an einem kleinen Beispiel, wie eng Microsoft inzwischen Arbeitsplatz, Identität, Präsenz und Organisationsdaten verbindet. Bei KI ist diese Verzahnung noch sensibler, weil Modelle nicht nur anzeigen, sondern Aufgaben vorbereiten oder ausführen können.

Die CONNECTED setzt deshalb weniger auf klassische Vorträge und mehr auf Expertenforen. Laut Eventseite gibt es kleine Gruppen, moderierte Gespräche, Executive-Impulse, Praxis-Sessions und Austauschformate. Die Agenda läuft von Check-in und Eröffnung über Forenblöcke bis zu Wrap-up und Networking am Nachmittag.

Für die Teilnehmer ist das sinnvoll, wenn echte Projektfragen auf den Tisch kommen. Gute KI-Entscheidungen entstehen nicht durch allgemeine Folien zu Effizienz, sondern durch konkrete Antworten: Welche Daten dürfen in welches System? Welche Prozesse bleiben menschlich freigabepflichtig? Welche Use Cases zahlen sich in sechs Monaten aus? Welche Risiken entstehen bei Schatten-KI?

Gerade für den deutschen Mittelstand ist dieser Blick wichtig. Viele Unternehmen stehen zwischen Investitionsdruck und Vorsicht. Sie sehen Wettbewerber mit KI-Projekten, müssen aber Datenschutz, Mitbestimmung, IT-Sicherheit, Fachkräftemangel und gewachsene SAP-Landschaften berücksichtigen.

Chrome-KI und Session Compacting zeigt aus technischer Perspektive, dass selbst lokale oder browsernahe KI sauberes Kontextmanagement braucht. In Unternehmen wird diese Frage größer: Nicht nur ein Chat muss Kontext behalten, sondern ganze Prozessketten, Rollen und Datenräume müssen beherrschbar bleiben.

Die Berliner Konferenz wird daran gemessen werden, ob sie Entscheider von abstrakter KI-Begeisterung zu belastbaren Kriterien führt. Dazu gehören Kosten, Datenlage, Integrationsaufwand, Governance, Sicherheit, Akzeptanz und messbare Ergebnisse. Ohne diese Punkte bleibt KI ein Pilotprojekt mit schöner Demo und schwachem Geschäftsmodell.

Für Unternehmen, die bereits Microsoft- und SAP-Systeme betreiben, ist der Tag deshalb ein Spiegel der aktuellen KI-Realität. Die Frage lautet nicht mehr, ob KI kommt. Sie lautet, welche KI-Initiative zuerst skaliert, welche gestoppt wird und welche Datenbasis dafür zuverlässig genug ist.

CONNECTED Berlin 2026 ist damit kein Massen-Event für allgemeine KI-Neugier, sondern ein Entscheiderformat für produktive Unternehmens-KI. Der Nachrichtenwert liegt genau darin: Die deutsche KI-Debatte verschiebt sich von Tool-Demos zu Betrieb, Integration, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung.