Project Motor Racing: Studio kündigt Stellenabbau an: Updates und DLCs sollen trotzdem kommen

Project Motor Racing

Nach einem holprigen Start muss das Team hinter Project Motor Racing offenbar den Gürtel enger schnallen: Straight4 Studios hat öffentlich gemacht, dass Arbeitsplätze gestrichen werden. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, bleibt offen. Eine konkrete Zahl nennt das Studio nicht. Auffällig ist zudem, dass der Hinweis nicht über die offizielle Spielwebseite, sondern vor allem über Discord und Social Media verbreitet wurde.

In der Mitteilung versucht das Team, den Einschnitt einzuordnen: Die Entscheidung habe nichts mit mangelnder Leistung oder Einsatzbereitschaft Einzelner zu tun. Man bedankt sich ausdrücklich bei den Betroffenen, die mit großer Hingabe am Spiel gearbeitet hätten. Gleichzeitig soll das Projekt selbst weiterlaufen. Und zwar ohne Kurswechsel bei den bereits angekündigten Zusatzinhalten.

Denn Straight4 betont: Der Zeitplan für kommende DLCs bleibe unverändert, die Entwicklung laufe „nach Plan“. Zusätzlich wurde eine aktualisierte Roadmap für die nächsten Wochen in Aussicht gestellt, die zeigen soll, welche Baustellen das Studio priorisiert und wie das Spiel Schritt für Schritt in einen besseren Zustand gebracht werden soll.

Der Hintergrund ist klar: Project Motor Racing (Release am 25. November 2025 für PC, PS5 und Xbox Series X|S) konnte die Erwartungen vieler Fans und auch der Presse bisher nicht erfüllen. Die Hoffnungen waren groß – nicht zuletzt wegen der Beteiligung von William Ian Bell und Entwickler-Veteranen mit Rennspiel-Erfahrung. Doch die Resonanz fällt bislang eher ernüchternd aus: Kritisiert werden unter anderem der geringe Umfang für einen Vollpreistitel, eine schwach reagierende KI, Performance-Probleme trotz wenig überzeugender Optik, eine unbefriedigende Karriere sowie Bugs und holprige Nutzerführung. Auch die Fahrphysik wird teils als inkonsistent beschrieben – je nach Fahrzeugklasse.

Immerhin: Ein weiterer Patch ist bereits angekündigt. Version 1.5.0.2 soll zeitnah erscheinen und unter anderem das Handling bestimmter Fahrzeugklassen verbessern. Ob das reicht, um Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich daran messen lassen, wie schnell und konsequent Straight4 die wichtigsten Probleme abräumt.