7.000 Stunden Fallout 76: Der OLED-Monitor gibt auf

Fallout 76

Ein Spieler hat Fallout 76 so lange gespielt, dass sein Monitor jetzt sichtbare Spuren davon trägt. Nach rund 7.000 Stunden im Spiel hat sich das Interface dauerhaft in das Bild seines OLED-Monitors eingebrannt, ein Extrembeispiel, wie sich lange Nutzung im Gaming Alltag auch auf die Hardware auswirken kann.

Der Vorfall wurde von einem Reddit-Nutzer mit dem Namen overcompensk8 geteilt. In seinem Beitrag zeigt er ein Foto des Monitors, auf dem man noch deutlich Teile des HUDs von Fallout 76 erkennen kann, etwa Anzeigeelemente, die immer am gleichen Platz sitzen. Er kommentiert das mit den Worten, er könne fast seinen Namen erkennen und habe wohl vorher daran denken sollen, dass der Bildschirm einbrennen kann, bevor er ihn gekauft hat.

Warum brennt ein OLED ein?

OLED-Monitore gelten als besonders schick: kräftige Farben, sehr hoher Kontrast und perfektes Schwarz. Der Grund dafür ist, dass jeder Pixel selbst leuchtet und sich komplett abschalten kann. Genau das sorgt aber auch für das Problem.

Weil die Pixel selbst Licht erzeugen, altern sie unterschiedlich schnell. Bereiche, die ständig benutzt werden und oft hell sind, verschleißen schneller als andere. In Spielen wie Fallout 76 bleiben viele Elemente dauerhaft an derselben Stelle: Lebensbalken, Kompass, Anzeigen für Quests oder Aktionsleisten. Wenn so etwas über tausende Stunden unverändert angezeigt wird, verlieren diese Pixel mit der Zeit an Leuchtkraft. Das Ergebnis ist eine Art „Geisterbild“ des Interfaces, selbst wenn eigentlich etwas anderes laufen sollte.

Bei LCD-Monitoren ist das Risiko deutlich geringer, weil dort eine feste Hintergrundbeleuchtung genutzt wird. Die Pixel selbst leuchten nicht, sondern blockieren nur das Licht. Dadurch altern sie nicht so unterschiedlich stark.

7.600 Stunden als Ingame-Herausforderung

Der Reddit-Nutzer hat nicht nur „ein bisschen viel“ gespielt, es gibt sogar eine direkte Erklärung dafür. In Fallout 76 gibt es eine besondere Langzeit-Herausforderung: „Erkunde Appalachia für 7.600 Stunden“. Diese Aufgabe findet man bei den Charakter-Herausforderungen.

Als Belohnung gibt es 760 Atome, die Ingame-Währung von Fallout 76. Das entspricht ungefähr 7,60 Euro. Für viele wirkt das fast absurd: eine unglaublich lange Spielzeit für eine vergleichsweise kleine Belohnung. Aber wer ohnehin regelmäßig mit Freunden im Spiel unterwegs ist, sammelt diese Stunden nach und nach automatisch.

Für overcompensk8 war die Zeit im Spiel offenbar gut investiert, der Monitor sieht das jedoch anders. Die eingebrannten HUD-Reste zeigen sehr deutlich, was jahrelange Sessions mit demselben Spiel auf einem OLED anrichten können.

Kann man sich davor schützen?

Ganz machtlos ist man nicht. Viele OLED-Monitore und -Fernseher bringen inzwischen Schutzfunktionen mit, etwa:

  • leichte Verschiebung des Bildes, damit nicht immer genau dieselben Pixel belastet werden
  • automatische Helligkeitsanpassungen bei statischen Elementen
  • Reinigungs- oder „Pixel-Refresh“-Programme, die nach längerer Nutzung laufen

Außerdem helfen einfache Gewohnheiten:

  • Helligkeit nicht dauerhaft am Anschlag
  • ab und zu Spiele oder Inhalte ohne starres HUD nutzen
  • das Bild nicht lange stehen lassen, wenn man gar nicht spielt

Am Ende bleibt jedoch: Wer ein Spiel über viele Jahre fast ausschließlich auf demselben OLED-Monitor spielt, geht immer ein gewisses Risiko ein.

Im Fall von overcompensk8 bleiben schöne Erinnerungen an tausende Stunden Fallout 76 und ein Monitor, auf dem das Ödland von Appalachia jetzt dauerhaft seine Spuren hinterlassen hat. Die 760 Atome aus der Herausforderung reichen da leider nicht, um einen neuen OLED zu bezahlen.