Finnland öffnet den Online-Glücksspielmarkt: Parlament beschließt Ende des Monopols

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Finnland stellt sein Online-Glücksspielsystem grundlegend um: Das Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das den bisherigen Monopolansatz beendet und den Markt in Richtung Lizenzmodell öffnet. Damit sollen Anbieter künftig reguliert am Wettbewerb teilnehmen können, statt dass Online-Angebote faktisch nur über den bisherigen Platzhirsch laufen.

Der neue Rechtsrahmen soll ab Januar 2026 gelten. Ab dem 1. März 2026 können Unternehmen Lizenzen beantragen. Bevor das endgültig in Kraft tritt, fehlt noch die formale Unterzeichnung durch den finnischen Präsidenten, die noch vor Jahresende erfolgen soll.

Der politische Prozess lief über viele Monate und war von Verzögerungen geprägt, allerdings weniger, weil das Ziel der Reform stark umstritten gewesen wäre, sondern weil es Streit um Details gab. Oppositionsvorschläge wie strengere Werberegeln oder eine Anhebung des Mindestalters fanden keine Mehrheit. Gleichzeitig bremsten verfassungsrechtliche Fragen und Diskussionen über den Zeitplan das Vorhaben.

Hinter den Kulissen bereiten sich Marktteilnehmer bereits auf die Öffnung vor. Auch der bisherige Monopolbetreiber Veikkaus richtet Strukturen so aus, dass er künftig in einem Wettbewerbsumfeld bestehen kann. Für internationale Anbieter ist die Reform vor allem deshalb interessant, weil sie langfristig mehr Planbarkeit schaffen könnte, sobald die Regeln klar und die Umsetzung abgeschlossen ist.