Nvidia verschiebt neue RTX-Grafikkarten deutlich nach hinten

Geforce Now

2026 bleibt offenbar ohne neue RTX-GPUs

Neue Berichte aus Branchenkreisen sorgen für Ernüchterung bei PC-Spielern. Nvidia plant demnach, im gesamten Jahr 2026 keine neuen RTX-Grafikkarten für Gamer auf den Markt zu bringen. Besonders überraschend ist dabei, dass selbst ein bereits erwartetes Upgrade der aktuellen RTX-50-Reihe ausbleiben soll.

Interne Informationen deuten darauf hin, dass die Entwicklung einer sogenannten Super-Aktualisierung zwar abgeschlossen wurde, die Produktion jedoch bewusst zurückgestellt wird. Der Hauptgrund dafür soll ein anhaltender Mangel an modernen Speicherchips sein. Diese Knappheit zwingt Nvidia offenbar dazu, Prioritäten neu zu setzen und vorhandene Modelle weiter zu verkaufen, anstatt zusätzliche Varianten einzuführen.

Dass Nvidia auf der CES 2026 erstmals seit Jahren keine neue Grafikkarte vorgestellt hat, passt in dieses Bild. Kurz vor der Messe bestätigte das Unternehmen öffentlich, dass keine GPU-Ankündigungen geplant seien. Für viele Beobachter war das ein klares Signal, dass sich der Produktfahrplan deutlich verschiebt.

RTX 60 Serie wohl erst ab 2028 realistisch

Noch gravierender sind die Auswirkungen auf die nächste Generation. Die RTX-60-Serie, die ursprünglich deutlich früher erwartet wurde, soll laut aktuellen Einschätzungen frühestens 2028 in nennenswerten Stückzahlen erscheinen. Zwar kursierten zwischenzeitlich Gerüchte über einen Start Ende 2027, doch auch dieser Zeitrahmen gilt inzwischen als unsicher.

Der Engpass bei Speicherchips betrifft nicht nur neue Modelle, sondern auch bestehende Grafikkarten. Nvidia soll die verfügbare Menge an GPUs reduziert haben und setzt verstärkt auf Varianten mit geringerer Speicherausstattung. Damit versucht das Unternehmen, die begrenzten Ressourcen besser zu verteilen und die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Ursprünglich geplante Verbesserungen für die RTX-50-Super-Modelle hätten vor allem mehr Grafikspeicher und höhere Leistungsreserven gebracht. Leistungssteigerungen durch zusätzliche Recheneinheiten waren ebenfalls im Gespräch, wurden aber nie offiziell bestätigt. Mit der aktuellen Lage scheinen diese Pläne vorerst auf Eis zu liegen.

Für Spieler bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Geduld. Neue Leistungssprünge im High-End-Bereich lassen länger auf sich warten, während der Markt stärker von bestehenden Modellen geprägt bleibt. Positiv ist lediglich, dass Nvidia offenbar prüft, ältere Chips erneut einzusetzen, um die Verfügbarkeit insgesamt zu verbessern und extreme Engpässe zu vermeiden.