Microsoft macht OneDrive zur Pflicht für bearbeitbare Clipchamp Projekte unter Windows 11

Microsoft hat Clipchamp auf Windows 11 geupdated und bindet Clipchamp für private Konten jetzt fest an OneDrive. In den aktuellen Support-Dokumenten erklärt das Unternehmen, dass Clipchamp Projekte automatisch in der Cloud gespeichert werden und OneDrive aktiv sein muss, um Bearbeitungsprojekte zu erstellen oder zu öffnen. Wer Projekte nicht in OneDrive speichern will, kann sie lokal archivieren. Für eine spätere Bearbeitung müssen sie aber wieder zu OneDrive hochgeladen werden. Die Umstellung läuft für private Konten seit Ende August 2025.

Lokale Archive bleiben möglich, bearbeitbar sind Projekte aber nur mit OneDrive

Microsoft beschreibt die neue Clipchamp Speicherlogik in den FAQ zur Cloud-Speicherung sehr deutlich. Projekte werden automatisch gesichert, damit sie geschützt, sicher und geräteübergreifend verfügbar bleiben. Gleichzeitig weist Microsoft darauf hin, dass bestehende Projekte in OneDrive gespeichert werden müssen, damit sie für künftige Bearbeitung verfügbar bleiben. Wer sich dagegen entscheidet, kann Projekte zwar lokal auf der Festplatte archivieren, muss sie für spätere Bearbeitung aber wieder in OneDrive hochladen.

Damit fällt der klassische vollständig lokale Workflow in Clipchamp für private Konten praktisch weg. Medien wie Videos, Bilder oder Audio können weiterhin lokal vorliegen, aber der eigentliche Bearbeitungsstand des Projekts wird an die Cloud gebunden. Microsoft sagt außerdem, dass Clipchamp Ordner in der eigenen Oberfläche nicht mehr anzeigt. Die Organisation der Projekte soll stattdessen in OneDrive erfolgen.

Microsoft koppelt Clipchamp enger an Microsoft Konto und OneDrive Berechtigung

In einem weiteren Support-Eintrag nennt Microsoft OneDrive ausdrücklich als Voraussetzung für den Zugriff auf Bearbeitungsprojekte. Wenn die OneDrive Berechtigung eines Microsoft Kontos wegen Inaktivität abgeschaltet wurde, kann Clipchamp keine Projekte mehr erstellen oder öffnen, bis OneDrive wieder aktiviert ist. Microsoft empfiehlt in solchen Fällen zunächst die Reaktivierung von OneDrive und nennt die Web-Version von Clipchamp als Ausweichmöglichkeit.

Für Nutzer mit älteren Projekten beschreibt Microsoft zudem eine Übergangsphase in die neue Cloud-Speicherung. Wenn die Migration alter Projekte fehlschlägt, blendet Clipchamp eine Meldung ein, dass Projekte nicht in OneDrive gespeichert werden konnten. Als Lösung nennt Microsoft dann entweder einen erneuten Setup-Versuch oder den manuellen Weg: Projekte lokal herunterladen und anschließend außerhalb von Clipchamp selbst in OneDrive hochladen.

Die Änderung zeigt, wie Microsoft Clipchamp stärker in das eigene Konto- und Cloud-Modell einzieht. Für Nutzer, die ohnehin mit OneDrive arbeiten, passt das in die bestehende Logik von Microsoft 365. Für Anwender, die ihre Videoprojekte bewusst lokal halten wollten, ist der Spielraum damit deutlich kleiner geworden. Bearbeitbar bleiben Projekte nur noch dann, wenn OneDrive Teil des Workflows ist.