Microsoft hat den bekannten Fehler behoben, durch den Systeme mit Windows Server 2019 und Windows Server 2022 in bestimmten Umgebungen unerwartet auf Windows Server 2025 angehoben wurden. Laut den aktualisierten Release-Health-Einträgen wurde das Problem am 14. April 2026 um 10:00 PT als gelöst markiert. Microsoft schreibt dazu, dass die Upgrade-Angebote über die Windows Update-Seite in den Einstellungen nun wieder aktiviert wurden. Betroffen waren nach Microsofts Beschreibung zwei Szenarien: einzelne Server wurden automatisch auf Windows Server 2025 aktualisiert, und in anderen Fällen erschien ein Upgrade-Banner in Windows Update.
Was bei den ungeplanten Server-Upgrades passiert ist
Microsoft beschreibt Windows Server 2025 eigentlich als optionales Upgrade für Geräte mit Windows Server 2019 und 2022. In den betroffenen Umgebungen lief das aber nicht wie vorgesehen. Im Release-Health-Eintrag heißt es, dass einige Geräte automatisch auf Windows Server 2025 aktualisiert wurden. Microsoft ordnet diesen Teil des Problems Umgebungen zu, in denen Drittanbieter-Tools für das Update-Management im Einsatz waren. Zusätzlich wurde das Upgrade in Windows Update über ein Banner angeboten, das für Organisationen gedacht war, die ein bewusstes In-Place-Upgrade ausführen wollen. Microsoft betont außerdem, dass die Metadaten des Feature-Updates unter der Klassifizierung DeploymentAction=OptionalInstallation veröffentlicht wurden und von Patch-Management-Werkzeugen als optional, nicht als empfohlen, interpretiert werden mussten.
Für Administratoren ist vor allem wichtig, dass Microsoft das Problem nicht nur als Anzeige-Fehler beschreibt. Auf den betroffenen Plattformseiten steht ausdrücklich, dass einige Systeme tatsächlich automatisch auf Windows Server 2025 angehoben wurden. Die Einträge wurden am 9. November 2024 eröffnet und jetzt als behoben geschlossen. Das zeigt, dass Microsoft den Fall über einen langen Zeitraum als relevantes Server-Problem geführt hat. Betroffene Plattformen waren laut Microsoft Windows Server 2019, Windows Server 2022 und im Kontext des Upgrade-Angebots auch Windows Server 2025.
Was sich jetzt für Windows Server 2019 und 2022 ändert
Mit der Behebung schaltet Microsoft das Upgrade-Angebot über die Windows-Update-Einstellungen wieder frei. Wer ein In-Place-Upgrade auf Windows Server 2025 gezielt durchführen will, kann das damit wieder über den vorgesehenen Weg tun. Microsoft verweist dafür direkt auf die eigene Learn-Dokumentation zum In-Place-Upgrade. Dort steht, dass sich Server von Windows Server 2019 oder Windows Server 2022 auf Windows Server 2025 per Windows Update oder per Installationsmedium anheben lassen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Für den Windows-Update-Weg nennt Microsoft unter anderem aktuelle kumulative Updates vom März 2026 oder neuer als Voraussetzung.
Die Learn-Anleitung macht zugleich klar, dass das Upgrade weiterhin ein administrativer Vorgang mit Vorbereitung bleibt. Microsoft empfiehlt ein vollständiges Backup, ein geplantes Wartungsfenster und verweist darauf, dass nicht jede Serverrolle für ein In-Place-Upgrade geeignet ist. Active Directory Domain Controller sollen laut Microsoft nicht auf diesem Weg aktualisiert werden. Für Administratoren ist die Lage damit wieder sauber getrennt: Das Upgrade auf Windows Server 2025 bleibt verfügbar, soll aber bewusst ausgelöst werden und nicht ungeplant über den Update-Pfad in produktiven Umgebungen landen.