Google erweitert den AI Mode in Chrome um zwei Funktionen, die direkt auf den Recherchefluss zielen. Auf dem Desktop öffnen sich Seiten aus AI-Mode-Ergebnissen jetzt im Split-Screen neben der laufenden Suche. Gleichzeitig lässt sich über das neue Plus-Menü zusätzlicher Kontext aus Tabs, PDFs und Bildern in eine Anfrage ziehen. Google hat den Start am 16. April 2026 angekündigt. Die neuen Funktionen sind laut Unternehmen jetzt in den USA verfügbar, eine Ausweitung auf weitere Regionen soll folgen.
Was der neue Split-Screen in Chrome mit AI Mode ändert
Der größte sichtbare Umbau betrifft die Desktop-Nutzung. Wenn Nutzer in AI Mode auf einen Link klicken, ersetzt Chrome die Suchansicht nicht mehr einfach durch die geöffnete Seite. Stattdessen bleibt AI Mode auf einer Seite sichtbar, während die ausgewählte Website daneben geladen wird. Google beschreibt das als einen Weg, Webseiten zu öffnen, Details zu vergleichen und Anschlussfragen zu stellen, ohne den Kontext der laufenden Suche zu verlieren. Genau dieser Wechsel zwischen Suchergebnis und geöffneter Seite war bisher einer der größten Brüche im Ablauf.
Google verknüpft die neue Darstellung direkt mit typischen Recherchefällen. Im Beispiel des Unternehmens läuft eine Produktsuche in AI Mode weiter, während parallel die Seite eines Händlers geöffnet ist und im selben Fenster Fragen zur Reinigung, Größe oder Alltagstauglichkeit beantwortet werden. In einem zweiten Beispiel bleibt AI Mode sichtbar, während eine thematisch passende Website geöffnet wird und Folgefragen in Echtzeit weiterlaufen. Für Chrome bedeutet das eine andere Rolle des Browsers: Die Seite wird nicht mehr nur geöffnet, sondern bleibt Teil einer fortlaufenden KI-gestützten Recherche.
Wie AI Mode jetzt Tabs, PDFs und Bilder in die Suche zieht
Die zweite große Änderung sitzt im Plus-Menü. Auf Desktop und Mobilgeräten können Nutzer dort jetzt zuletzt geöffnete Tabs auswählen und in eine laufende AI-Mode-Anfrage einbeziehen. Google erweitert das zugleich auf Dateien wie PDFs und auf Bilder. Diese Quellen lassen sich kombinieren, sodass eine Anfrage nicht nur aus einem Suchtext besteht, sondern aus mehreren geöffneten Seiten, Dokumenten und visuellen Inhalten gleichzeitig. Google beschreibt genau das als Mischkontext aus mehreren Eingabetypen innerhalb derselben Anfrage.
Praktisch ist das vor allem für Vergleiche und längere Arbeitsabläufe relevant. Google nennt als Beispiel mehrere offene Seiten zu Wanderwegen, die gemeinsam ausgewertet werden, oder eine Lernsituation, in der Vorlesungsfolien, Notizen und Fachtexte aus offenen Tabs in dieselbe Anfrage gezogen werden. Über dasselbe Plus-Menü sind laut Google außerdem Werkzeuge wie Canvas und Bildgenerierung erreichbar. Damit wächst AI Mode in Chrome über die reine Websuche hinaus zu einer Oberfläche, die Recherche, Kontextsammlung und kreative Werkzeuge enger zusammenzieht.