Die Innovationsmeile Wildau zeigt heute, am Samstag, 27. Juni 2026, Technik, Wissenschaft, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zum Ausprobieren. Die Veranstaltung läuft von 10:00 bis 18:00 Uhr rund um die Technische Hochschule Wildau, den Hochschulring und LOK 21. Der Eintritt ist frei.
Für Nutzer im Bereich KI ist die Veranstaltung interessant, weil sie künstliche Intelligenz nicht als abstraktes Softwarethema zeigt. Das Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland bringt die Mobile Digitale Fabrik mit und erklärt, wie digitale Tools und Verfahren einen Fertigungsprozess unterstützen können.
Der Schwerpunkt liegt auf Technik zum Anfassen. Besucher können Stationen zu 3D-Druck, Robotik und Assistenzsystemen für Lager und Montage erleben. Dazu kommen Forschungsprojekte der TH Wildau, Unternehmen und Partner aus der Dahme-Region. Insgesamt stellen rund 30 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Partner ihre Ideen und Entwicklungen vor.
Damit unterscheidet sich die Innovationsmeile von vielen KI-Veranstaltungen. Es geht nicht nur um Vorträge, Strategiepapiere oder Modellnamen. Die Veranstaltung zeigt, wie Digitalisierung in Werkstatt, Produktion, Logistik und Ausbildung praktisch aussieht. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das wichtig, weil KI dort nur dann wirkt, wenn sie mit echten Prozessen, Maschinen und Mitarbeitenden zusammenpasst.
Dieser Praxisbezug passt zu einem größeren Trend. Viele aktuelle KI-Themen drehen sich nicht mehr nur um Chatbots, sondern um konkrete Arbeitsabläufe. Gemini Nano in Chrome verlagert KI-Funktionen näher an den Browser. In Wildau geht es um eine andere Ebene: digitale Produktion, Assistenzsysteme und Robotik in greifbaren Anwendungsfällen.
Was Besucher auf der Innovationsmeile Wildau erleben können
Die Innovationsmeile richtet sich nicht nur an Fachpublikum. Das Regionalnetzwerk dahme_innovation lädt ausdrücklich große und kleine Besucher zum Mitmachen, Ausprobieren und Experimentieren ein. Der Charakter liegt daher zwischen Wissenschaftsfest, Technikmesse und regionalem Innovationsschaufenster.
Der zentrale KI- und Digitalisierungspunkt ist die Mobile Digitale Fabrik des Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland. Sie wird als mobiles Ausbildungszentrum für Anwendungsbeispiele rund um Digitalisierung und KI im produzierenden Gewerbe beschrieben. Besucher sollen dort sehen, wie ein Fertigungsprozess durch digitale Werkzeuge und Verfahren unterstützt wird.
| Station oder Thema | Was gezeigt wird | Warum es relevant ist |
|---|---|---|
| Mobile Digitale Fabrik | digitale Produktion als Demonstrator | macht Digitalisierung sichtbar |
| Künstliche Intelligenz | KI-Anwendungen im produzierenden Gewerbe | verbindet KI mit realer Arbeit |
| 3D-Druck | additive Fertigung zum Ausprobieren | zeigt schnelle Prototypen und Bauteile |
| Robotik | automatisierte Bewegungen und Prozesse | erklärt Automatisierung praktisch |
| Lagerassistenz | Assistenzsysteme für Materialfluss | relevant für Logistik und Mittelstand |
| Montageassistenz | digitale Unterstützung bei Arbeitsschritten | senkt Einstiegshürden in digitale Arbeit |
| TH-Wildau-Forschung | Forschungsprojekte zum Anfassen | öffnet Hochschule für Besucher |
| Unternehmen aus der Region | konkrete Innovationen aus der Dahme-Region | zeigt regionale Technologiestärke |
Für Familien ist der offene Aufbau wichtig. Technikveranstaltungen wirken schnell wie reine Fachmessen. Die Innovationsmeile will das Gegenteil erreichen: Fragen stellen, Geräte ausprobieren, Demonstratoren ansehen und mit Forschern oder Unternehmen direkt sprechen. Dadurch wird Digitalisierung verständlicher als in einer reinen Präsentation.
Auch für Unternehmen lohnt sich der Besuch. Viele Betriebe wissen, dass Digitalisierung und KI wichtig werden, haben aber keinen klaren Einstieg. Eine Produktionsdemo, ein Roboterarm oder ein Assistenzsystem macht die Frage konkreter: Wo entsteht Aufwand, wo lassen sich Fehler vermeiden, welche Daten sind nötig und welche Mitarbeitenden müssen eingebunden werden.
Das Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland hat genau diesen Transferauftrag. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Brandenburg und der Lausitz bei Digitalisierung, Industrie 5.0, KI, digitaler Logistik, Robotik, IT-Sicherheit, Nachhaltigkeit und Resilienz. Die Mobile Digitale Fabrik ist dafür ein sinnvoller Türöffner, weil sie nicht mit abstrakten Schlagworten beginnt.
Der Vergleich mit anderen Technologieveranstaltungen zeigt den Unterschied. Beim Applied Deep Tech Fest in Stuttgart standen KI, Quanten- und Deep-Tech-Themen stärker im Innovations- und Startup-Kontext. Wildau setzt niedriger an: mehr Ausprobieren, mehr regionale Unternehmen, mehr Produktion zum Anfassen.
| Für wen | Was besonders interessant ist | Worauf Besucher achten sollten |
|---|---|---|
| Familien | Mitmachstationen und Experimente | genug Zeit einplanen |
| Schüler | Robotik, 3D-Druck und Forschung | Fragen stellen |
| Studierende | Transferprojekte und Kontakte | Studien- und Berufswege mitdenken |
| Mittelständische Unternehmen | Digitalisierung ohne großen Messeaufwand | konkrete Probleme aus dem Betrieb mitbringen |
| Handwerk | Assistenzsysteme und praktische Werkzeuge | Nutzen statt Schlagwort prüfen |
| Produktionsbetriebe | digitale Fabrik und Prozessbeispiele | Daten, Kosten und Schulung ansprechen |
| Gründer | regionale Netzwerke | mögliche Partner notieren |
| Technikinteressierte | offene Demonstratoren | nicht nur KI-Stationen anschauen |
Warum die Mobile Digitale Fabrik mehr ist als ein Messestand
Die Mobile Digitale Fabrik ist der spannendste Teil der Veranstaltung, weil sie Digitalisierung als Prozess zeigt. Ein Betrieb wird nicht digital, nur weil ein neues Tool gekauft wird. In der Produktion müssen Maschinen, Daten, Mitarbeitende, Qualitätssicherung und Logistik zusammenspielen. Genau diese Verbindung ist für viele Unternehmen schwieriger als die Auswahl einzelner Software.
KI spielt dabei eine andere Rolle als im Verbraucherbereich. In Browsern, Smartphones oder Office-Tools wird KI oft als Assistent sichtbar. In der Produktion kann KI dagegen bei Erkennung, Sortierung, Prognose, Qualitätsprüfung, Wartung oder Materialfluss helfen. Entscheidend ist nicht der spektakuläre Chatbot, sondern der messbare Nutzen im Ablauf.
Besucher sollten deshalb auf drei Fragen achten:
- Welche Daten werden gebraucht? Ohne saubere Daten bleibt KI im Betrieb unzuverlässig.
- Wer nutzt das System im Alltag? Assistenzsysteme müssen Mitarbeitende unterstützen, nicht zusätzliche Hürden schaffen.
- Wo entsteht messbarer Nutzen? Weniger Fehler, kürzere Wege, bessere Planung oder geringerer Energieverbrauch sind wichtiger als ein KI-Etikett.
Für kleine und mittlere Unternehmen ist auch die Einstiegshürde entscheidend. Nicht jeder Betrieb kann sofort eine eigene KI-Abteilung aufbauen. Demonstratoren, Schulungen und mobile Erlebnisräume helfen, erste Einsatzfälle zu verstehen. Daraus kann später ein kleiner Pilot entstehen, etwa bei Lagerprozessen, Montageunterstützung oder digitaler Dokumentation.
| KI- oder Digitalisierungsthema | Praktische Frage im Betrieb | Möglicher Nutzen |
|---|---|---|
| Bildverarbeitung | erkennt das System Fehler oder Bauteile zuverlässig | Qualitätskontrolle verbessern |
| Robotik | welche Aufgaben lassen sich automatisieren | monotone oder gefährliche Aufgaben reduzieren |
| Assistenzsysteme | welche Arbeitsschritte brauchen Unterstützung | Fehler senken und Einarbeitung erleichtern |
| Digitale Logistik | wo entstehen Wartezeiten oder Suchaufwand | Lager und Materialfluss optimieren |
| 3D-Druck | welche Ersatzteile oder Prototypen lassen sich schneller herstellen | Entwicklungszeit verkürzen |
| Datenanalyse | welche Prozessdaten sind bereits vorhanden | bessere Entscheidungen treffen |
| IT-Sicherheit | wie werden vernetzte Systeme geschützt | Ausfälle und Angriffe verhindern |
| Nachhaltigkeit | wo sinken Material- oder Energieverbrauch | Kosten und Ressourcen sparen |
Der regionale Charakter macht die Veranstaltung zusätzlich relevant. Digitalisierung wirkt oft wie ein Thema großer Konzerne. Die Innovationsmeile zeigt aber, dass Forschung, Mittelstand, Hochschule und Wirtschaftsförderung auch auf regionaler Ebene zusammenarbeiten können. Das ist gerade bei KI wichtig, weil Vertrauen und konkrete Ansprechpartner den Einstieg erleichtern.
Ein weiterer Punkt ist Ausbildung. Wenn Besucher Robotik, 3D-Druck oder Assistenzsysteme praktisch sehen, wird Technik greifbarer. Das kann für Schüler und Studierende wichtiger sein als jede abstrakte Debatte über Fachkräftemangel. Innovation braucht nicht nur Software und Förderprogramme, sondern Menschen, die solche Systeme verstehen, bedienen und weiterentwickeln.
KI-Veranstaltungen sollten außerdem nicht nur Chancen zeigen. Sinnvoll sind auch Fragen zu Grenzen: Was kostet die Einführung, welche Daten bleiben im Unternehmen, wie werden Beschäftigte geschult, welche Sicherheitsmaßnahmen sind nötig und welche Prozesse lohnen sich überhaupt für Automatisierung. Genau diese Fragen können Besucher heute direkt an Ständen und Demonstratoren stellen.
Dass große Plattformanbieter ihre KI-Ökosysteme ausbauen, ändert daran nichts. AWS Continuum und AWS Context für KI-Agenten zeigen die Cloud-Seite des Marktes. Die Innovationsmeile Wildau zeigt die andere Seite: Wie digitale Verfahren, Robotik und Assistenzsysteme in Werkstatt, Lager und Produktion verständlich werden.
Der beste aktuelle Stand lautet: Die Innovationsmeile Wildau läuft heute von 10:00 bis 18:00 Uhr rund um TH Wildau, Hochschulring und LOK 21. Der Eintritt ist frei. Für KI- und Digitalisierungsthemen ist vor allem die Mobile Digitale Fabrik des Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland wichtig, weil sie künstliche Intelligenz, Robotik, 3D-Druck und Assistenzsysteme nicht nur erklärt, sondern praktisch erfahrbar macht.