Chrome 150.0.7871.114 und .115: Google schließt 27 Sicherheitslücken

Google verteilt Chrome 150.0.7871.114/.115 als neues Desktop-Update für Windows und Mac. Für Linux nennt Google Chrome 150.0.7871.114. Das Update wird laut offizieller Chrome-Releases-Seite über die kommenden Tage und Wochen ausgerollt und enthält 27 Sicherheitsfixes. Für Nutzer der Chrome-Kategorie ist das Update relevant, weil Google zwei kritische CVEs, zahlreiche hoch eingestufte Schwachstellen und mehrere Browser-Komponenten nennt. Wer Chrome täglich für Banking, Webmail, Unternehmensdienste oder Passwortverwaltung nutzt, sollte die Versionsnummer prüfen und den Browser nach dem Update neu starten.

PunktStandEinordnung
Windows und MacChrome 150.0.7871.114/.115Aktueller Stable Channel
LinuxChrome 150.0.7871.114Gleiche Hauptversion mit Linux-Build
Sicherheitsfixes27Sicherheitsupdate statt Funktionsrelease
Kritische CVEsCVE-2026-15112 und CVE-2026-15129Use after free in Ozone und Views
RolloutÜber Tage und WochenUpdate kommt gestaffelt
Download-SignalDeutschsprachige Download-Seiten listen Version am 9. JuliWichtig für manuelle Downloads und Admins
NutzeraktionVersion prüfen und Chrome neu startenErst Neustart aktiviert die neue Version

Chrome 150 Update behebt kritische Lücken in Ozone und Views

Chrome 150.0.7871.114/.115 ist kein großes Funktionsupdate, sondern ein Sicherheitsrelease. Google nennt im Beitrag 27 behobene Sicherheitsprobleme. Zwei davon sind als Critical markiert. CVE-2026-15112 betrifft Ozone, CVE-2026-15129 betrifft Views. Beide Lücken beschreibt Google als Use after free.

Use-after-free-Fehler zählen zu den Schwachstellen, bei denen Speicher nach der Freigabe weiter angesprochen wird. Browser-Hersteller behandeln solche Fehler besonders ernst, weil Angriffe über manipulierte Webseiten, Medieninhalte oder komplexe Browser-Oberflächen möglich sein können. Google hält technische Details wie üblich zurück, bis ein Großteil der Nutzer aktualisiert wurde.

Neben den zwei kritischen Lücken nennt Google viele hoch eingestufte CVEs. Betroffen sind unter anderem V8, Extensions API, ANGLE, Autofill, Codecs, WebRTC, DOM, Passwords, Forms, WebGL und Navigation. Genau diese Breite macht das Update wichtig. Es betrifft nicht nur eine einzelne Funktion, sondern mehrere zentrale Browser-Bereiche.

Für Erweiterungen und Werbeblocker bleibt der Sicherheitskontext zusätzlich interessant. Chrome hat zuletzt die Plattformregeln für Add-ons stark verändert. Nutzer mit alten Erweiterungen sollten deshalb nicht nur die Browser-Version prüfen, sondern auch ihre Add-on-Liste. Beim Chrome Manifest V2 Ende geht es ebenfalls um Erweiterungen, Kompatibilität und Sicherheit im Browser-Alltag.

Chrome aktualisieren: So prüfen Nutzer die aktuelle Version

Chrome aktualisiert sich normalerweise automatisch. Der gestaffelte Rollout bedeutet aber, dass nicht jeder Nutzer sofort die neue Version erhält. Die schnellste Prüfung läuft über das Menü mit den drei Punkten, Hilfe und Über Google Chrome. Dort sucht Chrome nach Updates. Nach der Installation muss der Browser neu gestartet werden.

Auf Windows und Mac sollte nach dem Update 150.0.7871.114 oder 150.0.7871.115 erscheinen. Auf Linux nennt Google 150.0.7871.114. Unternehmen, Schulen und verwaltete Geräte können Updates verzögert ausrollen. Admins sollten deshalb Richtlinien, Paketquellen und Update-Fenster prüfen.

Das neue Update folgt kurz nach mehreren Chrome-Sicherheitsmeldungen. Chrome 149.0.7827.200/201 hatte bereits ein kleineres Sicherheitsupdate gebracht. Der Wechsel auf Chrome 150 zeigt nun wieder eine größere Patch-Runde mit breiter Komponentenabdeckung.

Auch ChromeOS-Nutzer sollten Updates im Blick behalten, obwohl diese Meldung den Desktop-Browser betrifft. ChromeOS erhält eigene Update-Zyklen, setzt aber stark auf denselben Browser-Kern. Bei ChromeOS 148 für Chromebooks und Flex-Geräte spielte die Update-Verfügbarkeit bereits eine zentrale Rolle.

Für Nutzer mit Datenschutz- und KI-Fokus bleibt Chrome ebenfalls ein bewegliches Ziel. Lokale KI-Funktionen, Erweiterungsregeln und Sicherheitsupdates greifen inzwischen stärker ineinander. Die Diskussion um Gemini Nano in Chrome zeigte bereits, dass Google neue Browserfunktionen zunehmend tief in Chrome integriert. Das Sicherheitsupdate sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.

Wer Chrome selten neu startet, bleibt trotz automatischem Download länger auf einer alten Version. Deshalb ist der Neustart der wichtigste Schritt nach der Installation. Erst danach läuft Chrome mit dem gepatchten Build. Für Nutzer mit vielen Tabs empfiehlt sich vorher das Speichern wichtiger Arbeiten oder die Aktivierung der Sitzungswiederherstellung.