Meta hat am Mittwochabend seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Der freie Cashflow sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 91 Prozent von 8,55 Milliarden auf nur noch 784 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar.
Am Donnerstagmorgen steht damit vor allem die finanzielle Belastung durch Metas KI-Ausbau im Fokus. Der Konzern investiert massiv in Rechenzentren, Server und zusätzliche Rechenleistung. Weitere Entwicklungen rund um solche KI-Investitionen gewinnen deshalb auch für die Bewertung großer Technologiekonzerne an Bedeutung.
Meta investiert 31 Milliarden Dollar in Infrastruktur
Meta erwirtschaftete im Quartal einen operativen Cashflow von 31,86 Milliarden Dollar. Investitionsausgaben von 31,08 Milliarden Dollar verbrauchten jedoch fast den gesamten Betrag. Im Vorjahresquartal hatten diese Ausgaben einschließlich Leasingzahlungen bei rund 17 Milliarden Dollar gelegen.
| Kennzahl | Q2 2026 | Veränderung |
|---|---|---|
| Umsatz | 60,80 Mrd. Dollar | +28 Prozent |
| Operativer Cashflow | 31,86 Mrd. Dollar | +25 Prozent |
| Investitionsausgaben | 31,08 Mrd. Dollar | +83 Prozent |
| Freier Cashflow | 784 Mio. Dollar | -91 Prozent |
| Nettogewinn | 15,85 Mrd. Dollar | -14 Prozent |
Die Investitionsausgaben umfassen nicht ausschließlich KI-Projekte. Meta verbindet den starken Anstieg jedoch vor allem mit neuer Rechenleistung für KI-Modelle, personalisierte Assistenten, Werbesysteme und geplante Unternehmensangebote.
Werbegeschäft wächst trotz sinkender Marge
Metas Kerngeschäft bleibt stark. Die Werbeeinnahmen stiegen um 27 Prozent auf 59,36 Milliarden Dollar. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer über Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp und weitere Dienste legte um drei Prozent auf 3,60 Milliarden zu.
Die Gesamtkosten erhöhten sich zugleich um 55 Prozent auf 42,03 Milliarden Dollar. Darin enthalten sind 2,4 Milliarden Dollar für Rechtsverfahren und 1,18 Milliarden Dollar für Abfindungen nach dem Personalabbau im Mai. Der Nettogewinn sank dadurch um 14 Prozent auf 15,85 Milliarden Dollar. Die operative Marge fiel von 43 auf 31 Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet Meta nun Investitionsausgaben von 130 bis 145 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 125 bis 145 Milliarden Dollar. Meta setzt damit trotz des kurzfristigen Cashflow-Einbruchs weiter auf einen schnellen Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Die kommenden Quartale müssen zeigen, ob höhere Werbeerlöse und neue KI-Produkte die wachsenden Kosten ausgleichen.