Firefox 154 oder Firefox 155 soll die neue Firefox-Seitenleiste standardmäßig aktivieren. Mozilla plant dazu eine Dropdown-Navigation und will die alte Seitenleisten-Variante im Jahr 2026 schrittweise ablösen. Die Einstellung sidebar.revamp soll aber bis Ende 2026 verfügbar bleiben. Nutzer können dadurch vorerst zur alten Seitenleiste zurückkehren.
Mozilla verschiebt die endgültige Umstellung auf Firefox 154 oder 155
Mozilla hatte die Ablösung der alten Seitenleiste bereits im Januar 2026 öffentlich auf Mozilla Connect beschrieben. Damals sah der Plan noch eine Migration im zweiten Quartal und eine vollständige Entfernung im dritten Quartal vor. In einer späteren Aktualisierung präzisierte Mozilla den Zeitplan. Die neue Seitenleiste soll nun zusammen mit der geplanten Dropdown-Navigation in Firefox 154 oder Firefox 155 zum Standard werden.
Für Firefox-Nutzer ist das mehr als eine optische Änderung. Die Seitenleiste bündelt Lesezeichen, Verlauf, synchronisierte Tabs, vertikale Tabs und ausgewählte Chatbots in einer neuen Oberfläche. Mozilla will damit künftig nur noch eine Seitenleisten-Architektur pflegen. Das soll Fehlerbehebungen vereinfachen und neue Funktionen schneller ermöglichen.
Der alte Seitenleistenmodus verschwindet aber nicht sofort. Mozilla nennt die Einstellung sidebar.revamp ausdrücklich als Rückweg. Sie soll bis Ende 2026 erreichbar bleiben. Der Konzern begründet diese Übergangsphase mit Arbeitsabläufen, die in der neuen Variante noch nicht vollständig abgedeckt sind.
Die wichtigste Änderung betrifft die Navigation. In der alten Seitenleiste konnten Nutzer Inhalte über eine kompakte Auswahl wechseln. Die neue Seitenleiste setzt stärker auf eine dauerhaft sichtbare Leiste mit Symbolen und zusätzlichen Optionen. Genau dieser Punkt sorgt in der Mozilla-Community für Kritik. Mehrere Nutzer bemängeln zusätzlichen Leerraum, fehlende Kompaktheit und Einschränkungen bei etablierten Tastaturabläufen.
Mozilla nennt mehrere Ziele für die neue Seitenleiste:
- eine gemeinsame Oberfläche für Lesezeichen, Verlauf, synchronisierte Tabs und vertikale Tabs
- Dropdown-Navigation als Verbesserung für den Wechsel zwischen Seitenleistenbereichen
- weniger doppelte Entwicklungsarbeit durch das Ende der alten Variante
- bessere Anpassbarkeit über zukünftige Erweiterungen der Benutzeroberfläche
- längere Übergangsfrist durch die Einstellung sidebar.revamp bis Ende 2026
| Punkt | Aktueller Stand | Bedeutung für Nutzer |
|---|---|---|
| Neue Seitenleiste | soll in Firefox 154 oder 155 Standard werden | neue Oberfläche erscheint ohne manuelle Aktivierung |
| Dropdown-Navigation | soll zusammen mit der Standardumstellung kommen | kompakterer Wechsel zwischen Bereichen möglich |
| Alte Seitenleiste | wird 2026 abgelöst | bestehende Arbeitsabläufe müssen angepasst werden |
| sidebar.revamp | bleibt bis Ende 2026 verfügbar | Rückkehr zur alten Variante bleibt vorerst möglich |
| Firefox 154 | Nightly-Version, Release für 18. August 2026 geplant | frühester Kandidat für die Umstellung |
| Firefox 155 | Teil der geplanten Umstellung auf kürzere Release-Zyklen | zweiter Kandidat für die Umstellung |
Der Plan passt zu Mozillas größerem Umbau der Firefox-Oberfläche. Der Browser erhält seit Monaten neue Navigations- und Tab-Funktionen. Firefox 151 mit neuen Web-Funktionen zeigte bereits, dass Mozilla sichtbare Browseränderungen und Entwicklerfunktionen parallel ausrollt. Die Seitenleiste betrifft dagegen direkt die tägliche Bedienung.
Die alte Seitenleiste bleibt bis Ende 2026 erreichbar
Die verlängerte Übergangsfrist ist der wichtigste Unterschied zum ursprünglichen Plan. Mozilla wollte die alte Seitenleiste zunächst schneller aus dem Release-Kanal entfernen. Nach Kritik und weiteren Arbeiten an der neuen Variante bleibt die Rückkehr per Einstellung nun länger möglich.
Technisch geht es um die Voreinstellung sidebar.revamp. Ist die neue Seitenleiste aktiv, können Nutzer über diese Einstellung zur alten Variante zurückkehren. Mozilla nennt Ende 2026 als Zeitraum für diese Möglichkeit. Danach kann der Schalter entfernt werden. Ein dauerhaftes Wahlrecht zwischen beiden Varianten hat Mozilla bisher nicht zugesagt.
Die neue Seitenleiste soll mehrere Werkzeuge zusammenführen. Dazu gehören klassische Browserbereiche wie Lesezeichen und Verlauf. Dazu kommen synchronisierte Tabs, vertikale Tabs und Chatbot-Zugänge. Für Nutzer mit vielen parallelen Aufgaben kann das praktisch sein. Wer Firefox bewusst minimal hält, sieht dagegen eher zusätzlichen Platzverbrauch.
Besonders heikel ist die Umstellung für Erweiterungen und eingespielte Arbeitsabläufe. Nutzer von Tree-Style-Tab-ähnlichen Setups oder intensiver Verlaufsnavigation haben in Mozillas Diskussion konkrete Lücken genannt. Dazu gehören Tastaturbedienung, Mehrfachauswahl im Verlauf, kompakte Darstellung und die Frage, wie viel dauerhaft sichtbare Fläche die neue Seitenleiste belegen darf.
Mozilla verweist auf laufende Verbesserungen. Einige Änderungen sollen bereits in Firefox 152 landen. Dazu zählt laut Mozilla unter anderem die Anpassung des hervorgehobenen Seitenleistenbuttons im Modus mit horizontalen Tabs. Weitere Punkte betreffen Vollbildverhalten, das Ausblenden des Launchers und die längerfristige Idee, die Seitenleiste stärker als anpassbaren Teil der Oberfläche zu behandeln.
Für normale Nutzer entsteht daraus vorerst kein akuter Handlungsbedarf. Firefox 153 ist aktuell der stabile Zweig. Firefox 154 befindet sich im Nightly-Status und soll nach Mozillas Entwicklerhinweisen am 18. August 2026 erscheinen. Firefox 155 ist der zweite Kandidat für die Umstellung. Mozilla verändert zugleich den Release-Prozess und startet bei Firefox 155 Beta die Bewegung hin zu kürzeren Veröffentlichungszyklen.
Wer die neue Oberfläche bereits testet, sollte die Seitenleisteneinstellungen prüfen. Dort lassen sich sichtbare Bereiche, das Verhalten der Schaltfläche und vertikale Tabs steuern. Für getrennte Arbeitsbereiche bleibt außerdem Firefox Multi-Account Containers ein anderes Werkzeug. Container trennen Konten und Website-Daten. Die neue Seitenleiste organisiert dagegen Zugriffe innerhalb der Browseroberfläche.
Der nächste belastbare Punkt ist die Veröffentlichung von Firefox 154. Sollte Mozilla die Umstellung dort noch nicht aktivieren, rückt Firefox 155 in den Mittelpunkt. Die alte Seitenleistenvariante bleibt nach aktuellem Stand bis Ende 2026 als Rückweg erhalten.