Google Meet sortiert Aufzeichnungen und Transkripte ab heute neu

Google startet am heutigen Donnerstag, 30. Juli 2026, die neue Ablagestruktur für Google Meet in regulär aktualisierten Workspace-Domains. Aufzeichnungen, Transkripte und automatisch erstellte Besprechungsnotizen landen künftig in einem zentralen Ordner namens „Google Meet“ im Google Drive des Gastgebers. Innerhalb dieses Hauptordners erstellt Google für jede Besprechung einen eigenen Unterordner. Dort liegen anschließend alle verfügbaren Dateien eines Meetings zusammen. Dazu zählen Videoaufzeichnungen, Gesprächstranskripte und Notizen aus der Gemini-Funktion „Take notes for me“.

Google beendet damit die bisherige Verteilung einzelner Besprechungsdateien im Drive des Gastgebers. Die neue Struktur soll Nutzern die Suche nach zusammengehörenden Inhalten erleichtern. Weitere Änderungen an Google Workspace erhalten damit eine stärkere Verbindung zwischen Meet, Drive und den integrierten KI-Funktionen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Neuer Hauptordner: Google Drive erstellt im Bereich „Meine Ablage“ automatisch einen Ordner namens „Google Meet“.
  • Ein Ordner pro Besprechung: Aufzeichnungen, Transkripte und KI-Notizen werden nach dem jeweiligen Meeting gruppiert.
  • Gemeinsamer Ordner für Terminserien: Mehrere Sitzungen einer wiederkehrenden Besprechung teilen sich denselben Unterordner.
  • Verknüpfungen für Teilnehmer: Berechtigte Teilnehmer sehen Verknüpfungen zu den Originaldateien in ihrem eigenen Google-Meet-Ordner.
  • Umzug bestehender Aufnahmen: Der Ordner „Meet Recordings“ zieht in die neue Struktur um.
  • Neuer Name für alte Dateien: Google benennt den bisherigen Aufnahmeordner in „Legacy Meet Recordings“ um.
  • Keine manuelle Einrichtung: Google nimmt die Umstellung automatisch vor.
BereichBisherige AblageNeue Ablage
HauptordnerMeet Recordings im Drive des GastgebersGoogle Meet im Drive des Gastgebers
Einzelne BesprechungenDateien nicht einheitlich nach Meeting gruppierteigener Unterordner mit allen Besprechungsdateien
Wiederkehrende TermineDateien einzelner Termine lagen getrenntalle Instanzen teilen einen Unterordner
TeilnehmerzugriffZugriff vor allem über Links und KalenderVerknüpfungen erscheinen im eigenen Google-Meet-Ordner
Bestehende AufnahmenOrdner bleibt an bisheriger PositionUmzug als Legacy Meet Recordings
Rolloutbereits ab 22. Juli für Rapid Releaseab 30. Juli für Scheduled Release

Google Meet legt pro Besprechung einen Unterordner an

Die neue Struktur beginnt nach dem Ende einer Besprechung. Google verarbeitet die aktivierten Meet-Funktionen und speichert die erzeugten Dateien anschließend im Drive des Gastgebers. Der neue Hauptordner „Google Meet“ dient dabei als zentrale Ablage für sämtliche Meetings.

Für jedes Meeting entsteht ein eigener Unterordner. Eine Besprechung mit Videoaufzeichnung, Transkript und KI-Notizen erzeugt somit keine drei voneinander getrennten Ablageorte mehr. Alle Dateien erscheinen gemeinsam in einem Verzeichnis.

Google nennt drei zentrale Dateitypen:

  • Aufzeichnungen: Die Videodatei enthält das aufgezeichnete Meeting und je nach Konfiguration auch weitere erfasste Inhalte.
  • Transkripte: Die Textdatei enthält die gesprochenen Beiträge aus der Besprechung.
  • Besprechungsnotizen: Gemini erstellt eine Zusammenfassung mit wichtigen Punkten und möglichen nächsten Schritten.

Die Änderung betrifft auch wiederkehrende Besprechungen. Mehrere Termine derselben Meetingserie teilen sich künftig einen gemeinsamen Ordner. Teams erhalten dadurch eine fortlaufende Ablage für wöchentliche Besprechungen, regelmäßige Projekttermine oder wiederkehrende Kundengespräche.

Neue Dateien einer Serie kommen zum vorhandenen Unterordner hinzu. Nutzer müssen dadurch nicht mehr zwischen mehreren ähnlich benannten Ordnern wechseln. Die chronologische Zuordnung erfolgt über die enthaltenen Dateien und deren Erstellungszeitpunkt.

Auch Teilnehmer erhalten einen leichteren Zugriff. Personen mit Berechtigung für eine Besprechungsdatei sehen eine Verknüpfung zum Original in ihrem eigenen Google-Meet-Ordner. Google erstellt dabei keine zusätzliche Kopie. Die Datei bleibt im Drive des Gastgebers.

Diese Verknüpfungen sollen die bisherige Suche über E-Mails, Kalendereinträge oder freigegebene Drive-Dateien verkürzen. Der persönliche Google-Meet-Ordner entwickelt sich damit zu einem Einstiegspunkt für selbst organisierte Besprechungen und freigegebene Inhalte anderer Gastgeber.

Die Zugriffsberechtigung bleibt eine Voraussetzung. Ein Teilnehmer ohne Freigabe erhält durch die neue Ordnerstruktur keinen automatischen Zugriff auf vertrauliche Aufzeichnungen oder Transkripte. Google zeigt nur Verknüpfungen zu bereits zugänglichen Dateien an.

Das neue System ergänzt andere Meet-Verbesserungen aus den vergangenen Monaten. Google brachte unter anderem eine Sprachübersetzung für Google Meet auf Android und iOS. Die wachsende Zahl erzeugter Texte, Übersetzungen und KI-Notizen erhöht zugleich den Bedarf an einer übersichtlichen Drive-Struktur.

Für den Alltag ergeben sich mehrere Vorteile:

  • Projektteams finden Video, Transkript und Zusammenfassung am selben Ort.
  • Teilnehmer müssen weniger Links aus E-Mails und Kalenderterminen zusammensuchen.
  • Wiederkehrende Besprechungen erhalten eine gemeinsame Ablage.
  • KI-Notizen lassen sich einfacher mit der ursprünglichen Aufzeichnung vergleichen.
  • Gastgeber behalten die Originaldateien in ihrem eigenen Drive.
  • Freigegebene Inhalte erscheinen als Verknüpfung bei anderen Teilnehmern.

Die Umstellung verändert nicht die Aktivierung der einzelnen Funktionen. Gastgeber und Administratoren entscheiden weiterhin über Aufzeichnungen, Transkripte und Gemini-Notizen. Google ändert primär den Speicherort und die anschließende Sortierung.

Transkripte stehen laut Google in mehreren Sprachen zur Verfügung. Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen. Der Gastgeber benötigt ausreichend freien Speicherplatz im eigenen Drive. Auch die Workspace-Organisation muss über genügend Speicherkapazität verfügen.

Nach dem Meeting sendet Google weiterhin Benachrichtigungen mit Links zu erzeugten Dateien. Transkripte können zusätzlich am Google-Kalendertermin erscheinen. Der neue Drive-Ordner schafft einen weiteren, dauerhaft sichtbaren Zugriffsweg.

Bestehende Meet-Aufnahmen ziehen automatisch um

Die neue Struktur gilt nicht nur für künftige Besprechungen. Google verschiebt den vorhandenen Ordner „Meet Recordings“ automatisch in den neuen Hauptordner „Google Meet“. Gleichzeitig erhält das bisherige Verzeichnis den Namen „Legacy Meet Recordings“.

Alte Aufzeichnungen und Transkripte bleiben erhalten. Google sortiert diese Bestandsdateien jedoch nicht nachträglich in einzelne Besprechungsordner ein. Sie verbleiben gemeinsam im Legacy-Verzeichnis innerhalb der neuen Google-Meet-Struktur.

Während der Migration können Nutzer kurzzeitig beide Hauptordner sehen. Google nennt „Meet Recordings“ und „Google Meet“ als mögliche parallele Einträge während der Übergangsphase. Dieser Zustand soll nur vorübergehend bestehen.

Nach Abschluss der Umstellung sieht die erwartete Struktur in Google Drive so aus:

  • Google Meet
    • Unterordner für eine einzelne Besprechung
    • Unterordner für eine wiederkehrende Besprechungsserie
    • Verknüpfungen zu freigegebenen Besprechungsdateien
    • Legacy Meet Recordings mit bisherigen Aufnahmen und Transkripten

Für einzelne Nutzer erfordert der Umzug normalerweise keine Aktion. Lesezeichen oder manuell gespeicherte Links zu konkreten Dateien sollten weiterhin funktionieren. Probleme können jedoch bei automatisierten Abläufen entstehen.

Google fordert Workspace-Administratoren zur Prüfung vorhandener Skripte und Integrationen auf. Betroffen sind vor allem Prozesse mit fest hinterlegten Ordnernamen, erwarteten Verzeichnisstrukturen oder bestimmten Ordner-IDs.

Mögliche betroffene Abläufe umfassen:

  • automatisches Kopieren neuer Meet-Aufzeichnungen in Teamordner
  • Archivierung von Transkripten über die Google Drive API
  • Weiterverarbeitung von Besprechungsnotizen in Dokumentenmanagementsystemen
  • Backups mit einer Suche nach dem Ordnernamen „Meet Recordings“
  • Compliance-Prozesse mit festen Speicherpfaden
  • interne Bots mit Zugriff auf neue Besprechungsdateien

Ein Skript mit einer reinen Suche nach „Meet Recordings“ könnte den Ordner nach der Umbenennung nicht mehr finden. Auch Automationen mit Annahmen über die bisherige Ordnerhierarchie benötigen möglicherweise eine Anpassung. Neue Besprechungen erzeugen zusätzliche Unterordner. Dieser Aufbau unterscheidet sich von der bisherigen zentralen Ablage.

Administratoren sollten deshalb mehrere Punkte kontrollieren:

  • Verwendet eine Automation den alten Ordnernamen?
  • Erwartet das Skript alle Aufzeichnungen direkt im Hauptordner?
  • Kann der Prozess Dateien in neuen Unterordnern erkennen?
  • Werden Verknüpfungen korrekt von Originaldateien unterschieden?
  • Greift ein externes System über eine feste Ordner-ID auf Meet-Dateien zu?
  • Funktionieren Archivierungs- und Aufbewahrungsregeln nach dem Umzug?

Der Starttermin hängt von der Workspace-Konfiguration ab. Rapid-Release-Domains erhalten die Änderung bereits seit dem 22. Juli. Für Domains mit planmäßiger Veröffentlichung beginnt der Rollout heute. Google rechnet jeweils mit ein bis drei Tagen bis zur vollständigen Sichtbarkeit.

Die Freigabe erfolgt für alle Google-Workspace-Kunden. Eine Beschränkung auf einzelne Business- oder Enterprise-Tarife nennt Google für die Ordnerstruktur nicht. Die Verfügbarkeit einzelner Meetingfunktionen hängt weiterhin vom Workspace-Tarif und den Einstellungen der Organisation ab.

Die neue Ablage passt zu Googles Ausbau von Meet als zentrale Plattform für hybride Besprechungen. Verbesserungen wie die höhere Videoqualität in Google Meet erhöhen die Bedeutung gespeicherter Aufzeichnungen. Gemini-Transkripte und automatische Notizen erzeugen zusätzlich mehrere Dateien pro Sitzung.

Mit dem neuen Google-Meet-Ordner fasst Google diese Inhalte nun besprechungsbezogen zusammen. Für regulär aktualisierte Workspace-Domains beginnt die Umstellung am 30. Juli 2026. Nutzer können die neue Struktur innerhalb der kommenden Tage in „Meine Ablage“ sehen. Bestehende Dateien bleiben im umbenannten Legacy-Ordner erreichbar.